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Das Zentralmassiv, Südfrankreich
Die warmgemäßigten Zonen des Zentralmassives bieten interessante Übergänge zwischen mediterraner und mitteleuropäischer Flora. Ein Beispiel ist Calluna vulgaris, eine herbstblühende niedrigwachsende Heide, die sowohl in Küstennähe als auch auf Trockenflächen des Zentralmassivs wächst. Und sie kommt an günstigen Standorten sogar bis Nordeuropa vor:

Ist das Klima feuchter, so treten weitere Vertreter des mediterranen Matorrals auf: der Mäusedorn (Ruscus aculeatus) mit seinen roten Beeren im Herbst, Buxus sempervirens und vermehrt die buschige Steinlinde (Phillyrea angustifolia):

An lichten Stellen findet sich die auffällig blausilbern gefärbte Euphorbia characias:

Ein hübscher Farbtupfer der herbstlichen submontanen Lagen ist Crocus nudiflorum. Zu Tausenden bedeckt der den Waldboden oder die Buschlandschaft an feuchteren Stellen und blüht bis in den späten Herbst:

Die Wälder der an das mediterrane Klima angrenzenden warmgemäßigten Zonen sind zumeist Mischwälder aus Pinus spp. und Eßkastanien:

Nur an wenigen, klimatische bevorzugten Stellen des Zentralmassivs finden sich typische Pflanzenpopulationen des mediterranen Klimas: Cistus spp., Rosmarinus officinalis, Thymus spp., Quercus spp. und Phillyrea spp. (Steinlinde). Hier Rosmarinus officinalis, eine weißblühende Form in den Cevennen:

Durch herbstliche Angebote in Gartencentern und Blumenläden bekannt: Senecio bicolor ssp. cineraria, ein in wintermilden Regionen gut harter, mediterraner Strauch mit auffälliger, silbriger Farbung des gefiederten Blattes, hier mit Pistacia lentiscus:


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