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Südlicher Himalaya
Viele winterharte Exoten stammen ursprünglich aus den südlichen Regionen des Himalayas. Nicht nur Rhododendren oder Magnolien, auch die sortenreiche Gattung Trachycarpus und einige Bananen haben ihren Naturstandort in dieser Region. Die Grenze des Himalaya zu den weiten Ebenen Zentralindiens ist relativ scharf, von der Ebene des Brahmaputra (in Tibet Tsangpo) steigt er unvermittelt in die Vorgebirge bis 3.300 m auf. Das weite Vorland ist bedeckt von immergrünem, tropischen Trockenwald, der einwenig an unsere heimischen Laubwälder im Hochsommer erinnert und von Tithona gigantea, Engelhardtia spicata und anderen Baumriesen bestimmt wird. Der Unterwuchs ist spärlich, da regelmäßige (artefizielle) Waldbrände eine Verdichtung verhindern:

Pandanus furcratus, ein wenig frosttoleranter Exot, der an riesige Yuccas errinnert und im Unterwuchs alter Bäume wie Garrya pinanta, Symplocos theifolia, Michaelia cathcerttii oder Tithona gigantea wächst:

Seltener zu finden und zumeist nur in Gärten kultiviert, die panaschierte Form des Schraubenbaumes, Pandanus santinea, eine echte Rarität:

Eriobotrya petiolaris, eine Verwandte der im Mittelmeerraum häufig anzutreffenden Wollmispel, Eriobotrya japonica, wird gerne in kühleren Regionen kultiviert:

Gelegentlich sind auch Feigenbäume zu finden, weniger die gewohnte Art Ficus carica, sondern häufiger der subtropische Ficus hookeri, mit Früchten, welche sich an alten, mächtigen Stämmen entwickeln. Die Frosttoleranz dieser Art ist nicht so gut wie beim herkömmlichen Feigenbaum, man findet ihn aber dennoch gelegentlich in etwas kühleren Regionen des Himalaya, wo leichte Fröste und Schneefall regelmäßig auftreten können:

Sehr häufig in den mittleren Lagen, an natürlichen Standorten sowie in Kultur, wachsen Bauhinien und Erythrinien. Als Blühpflanzen haben sie einen hohen ornamentalen Wert und schmücken im Frühjahr die Gärten. Erythrinia indica (li.) und Bauhinia variegata (re.):

Nicht einheimisch, aber sehr oft zu ornamentalen Zwecken werden Zylinderputzer gepflanzt. Sie haben den Vorteil, daß sie die Trockenzeit problemlos überstehen und sowohl tropisches als auch warm gemäßigtes Klima problemlos tolerieren. Hier ein altes Exemplar von Callistemon lanceolatus in einem öffentlichen Park:

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