7. Update zur Exotenpflanzung "Rheindorfer Palmen" im August 2012

 

Dr. Michael Lorek & Andreas F. Eckloff

 

 

Morgendlicher Blick auf den Rheindorfer Palmenkreisel am 23. Juli 2012 (Bild: Michaela di Padova).

 

In der Vergangenheit (07.01.2009, 13.01.2009, 03.03.2009, 13.09.2009, 24.11.2010, 01.07.2011) wurde an dieser Stelle über die größte straßenbegleitende Palmenpflanzung Mitteleuropas, die Exotenpflanzung „Rheindorfer Palmen“, berichtet. Der letzte Winter gibt Gelegenheit, erneut den Witterungsverlauf eines Kaltwinters, getroffene Winter- bzw. Kälteschutzmaßnahmen sowie Auswirkungen der Kälte auf verschiedene wärmebedürftige/kälteempfindliche exotische Pflanzen zu dokumentieren.

 

Gliederung:    

I.   Verlauf des Winters 2011/12 im Bereich der Leverkusener Wupperstraße

II.  Winterschutz inkl. Exkurs 1: „Erfahrungen mit wärmebedürftigen / kälteunverträglichen Exoten in

     Rheindorf / Winterschutzmethoden bei den Rheindorfer Palmen“

III. Winter- bzw. Kälteschäden an den exotischen Pflanzen

1. Hauptpflanzen (Trachycarpus fortunei) inkl. Exkurs 2: „Empirisches Laborwissen über die

    Kälteverträglichkeit von Trachycarpus fortunei“

2. Begleitpflanzen

a) Bananen

b) Palmen inkl. Exkurs 3: „Zu im deutschen Sprachraum geführten Diskussionen über „echte“ Sabal minor“

c) Sukkulenten

d) Mediterrane Fruchtpflanzen

 

I. Verlauf des Winters 2011/12 im Bereich der Leverkusener Wupperstraße

Nach den beiden Kaltwintern 2008/09, 2009/10 und dem darauf folgenden, überdurchschnittlich milden Winter 2010/11 kam es 2011/12 in der Leverkusener Rheinuferzone in Bezug auf die absolute Tiefsttemperatur erneut zu einem Kaltwinter. Zwar wurden keine eigenen Messungen an der Wupperstraße durchgeführt, allerdings stellten die – wie bereits in einem früheren Bericht dargelegt, für die Wupperstraße bei einer Zusammenschau hinreichend repräsentativen – Wetterreferenzstationen am 07. Februar 2012 folgende absoluten Tiefsttemperaturen fest:

 

Wetterstation Meteomedia Köln-Niehl (professionell): 12,8 °C[1]

Wetterstation Monheim am Rhein (semiprofessionell): 12,4 °C[2]

Wetterstation monheim-wetter.de (semiprofessionell): 13,06 °C[3]

 

Wenn man hieraus einen gerundeten Mittelwert von 12,9 °C errechnet, war dieser Tag in der Rheinuferzone der Leverkusener Niederterrasse der zweitkälteste (kältester Tag war: 07.01.2009 mit 13,5 °C) seit 15 Jahren - nämlich seit Januar 1997 - und damit auch seit Beginn des Projekts im Jahre 2004.

 

Dabei waren die ersten beiden Winterdrittel überaus mild (nachfolgende Witterungsangaben für den Winter 2011/12 nach der Wetterstation Meteomedia Köln-Niehl): Es gab keinen Eistag, 2 Frosttage, wobei das absolute Temperaturminimum im Dezember 2011 bei 0,8 °C (Höchsttemperatur: 13,5°C), im Januar 2012 bei 0,4 °C (Höchsttemperatur: 14,7 °C) lag. Die Monatsdurchschnittstemperaturen betrugen im Dezember 2011 4,8 °C, im Januar 2012 6,2 °C (langjähriger Januardurchschnitt (19752005) der Leverkusener Rheinuferzone: 3,4 °C).

 

Die anschließend einsetzende Kälteperiode mit teilweise starkem Wind lag im Wesentlichen zwischen dem 02. und 12.02.2012 mit 9 Eistagen (langjähriger Jahresdurchschnitt: 5 Eistage) und täglichen Tiefsttemperaturen zwischen 7,1 °C am wärmsten und besagten 12,8 °C am kältesten Tag. Eine Schneeschicht bestand nicht, es herrschte vorwiegend trockener Kahlfrost mit Sonnenschein. Nach dem 12. Februar gab es bis zum Ende des meteorologischen Winters keinen Eistag mehr und noch einen Frosttag (Tagesminimum am 20.02.2012: 1,4 °C).

 


Der Verlauf der Frostperiode vom 28.01. bis 13.02.2012 anhand der jeweiligen Tagesminima (Tmin) und Tagesmaxima (Tmax) nach der für die Rheindorfer Wupperstraße mit repräsentativen professionellen Wetterstation Meteomedia Köln-Niehl:

    Tag                  Tmin                      Tmax                                       Tag                      Tmin                      Tmax

28.01.12:          0,2 °C                 5,2 °C                                    06.02.12:              10,1 °C               3,1 °C

29.01.12:          0,8 °C                 1,7 °C                                    07.02.12:              12,8 °C               3,6 °C

30.01.12:          0,7 °C                 1,3 °C                                    08.02.12:              7,1 °C                 0,7 °C

31.01.12:          4,9 °C                 2,6 °C                                    09.02.12:              9,3 °C                 1,3 °C

01.02.12:          7,2 °C                 0,7 °C                                    10.02.12:              7,5 °C                  0,9 °C

02.02.12:          8,7 °C                 0,9 °C                                 11.02.12:              11,4 °C               0,7 °C

03.02.12:          11,2 °C               3,4 °C                                 12.02.12:              9,6 °C                 2,1 °C

04.02.12:          10,7 °C               3,0 °C                                 13.02.12:              2,8 °C                 2,1 °C

05.02.12:          9,7 °C                 2,6 °C

 

 

 

II. Winterschutz

 

In Rheindorf werden allenfalls “passive“ Winterschutzmaßnahmen, und diese auch nur rein arten- und situationsspezifisch ergriffen.

 

 

Exkurs 1: Erfahrungen mit wärmebedürftigen/kälteunverträglichen Exoten in Rheindorf / Winterschutzmethoden bei den “Rheindorfer Palmen“

Die Leverkusener Rheinuferzone war nach den amtlichen Messungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Dreißigjahreszeitraum 1971 bis 2000 der wärmste Ort Deutschlands (1961 bis 1990 zweitwärmster Ort). Die Einzelheiten zum Klima auf und zwischen den Kreiseln der Rheindorfer Wupperstraße finden sich hier:

 

http://www.exotenbuch.de/Artikel/HE-3-Eckl36-39.pdf

 

Der Leverkusener Stadtteil Rheindorf blickt laut einem Zeitungsbericht auf eine etwa fünf- bis siebentausendjährige Siedlungsgeschichte zurück. Dass dort die Kultivierung vieler wärmebedürftiger / kälteempfindlicher exotischer Pflanzen über längere Jahre möglich ist, die anderswo im deutschen Freiland ohne künstliche Wärmequellen wohl kaum derartige Überlebenschancen hätten, ist vor Ort durchaus bekannt. So trägt die unmittelbar nördlich gelegene Parallelstraße zur Wupperstraße bezeichnenderweise den Namen “Am Weingarten“. Zudem findet sich etwa 200 Meter weiter nördlich eng an einer Hauswand das älteste Rheindorfer Freilandexemplar eines Trachycarpus fortunei. Nach Angabe der Eigentümerin von ihr persönlich zwischen 1964 und 1966 gepflanzt, am wahrscheinlichsten 1965. Bis zu den “Doppelextremwintern“ 1985 und 1986 existierte etwa 30 Meter vom heutigen westlichen Verkehrskreisel der Wupperstraße entfernt auf dem Parkplatz des dortigen Lebensmittelgeschäftes über einige Jahre hinweg ungeschützt eine große Agave americana in einem einbetonierten Gusskübel. Auch in den wintermilden Jahren vor dem Kaltwinter 2008/09 überlebten in der näheren Umgebung der Wupperstraße ungeschützt private Topfexemplare von Agave americana. Offenbar hatten Rheindorfer Gartenbesitzer wieder vermehrt entdeckt, dass diese gerne als Zierpflanze aus dem südeuropäischen Urlaub mitgebrachte Agavenart häusernah “im Topf“ einige durchschnittliche Winter zu überleben vermag. An der Wupperstraße überlebte eine frei ausgepflanzte Agave americana ohne Schutz die Winter 2006/07 und 2007/08. Rheindorfer Landwirte beobachten seit Generationen, wie bei winterlichen Schneewetterlagen im Bergischen Land viele Vögel von dort kommend die Rheinauen bei Rheindorf aufsuchen, weil sie dort meist noch Nahrung finden.

 

In vielen deutschen Städten werden während der warmen Jahreszeit zur Dekoration öffentlicher Räume Kübelpalmen aufgestellt. Bei dem Exotenprojekt “Rheindorfer Palmen“ geht es hingegen um den Versuch, das natürlich vorhandene warme Klimat im Bereich der Verkehrskreisel der Leverkusener Wupperstraße anhand der Kultivierung attraktiver wärmebedürftiger/kälteempfindlicher exotischer Pflanzen, insbesondere subtropischer Palmen, im Freiland sichtbar zu machen. Im Zentrum der “Rheindorfer Palmen“ stehen die 2004 ausgepflanzten Palmen (Trachycarpus fortunei) als Hauptpflanzung, deren – lediglich – Begleitung alle übrigen exotischen Pflanzen bilden. Begleitpflanzen, die trotz passivem Kälteschutz, also mittels Mulch oder Einwickelns mit Schutzmaterialien, nicht zumindest durchschnittliche Winter überleben, stellen sich hierdurch als für Rheindorf ungeeignet heraus.

 

“Aktiver Winterschutz“, also mittels künstlicher Wärmequellen, mit denen sich – wie die Tropenhäuser botanischer Gärten eindrucksvoll belegen – letztlich jede noch so wärmebedürftige Pflanze an jedem beliebigen Ort überwintern lässt, widerspräche dem oben genannten Zweck des Projektes, nämlich das Gedeihen exotischer Pflanzen sämtlicher fünf Kontinente im Freiland als Spiegel des tatsächlich vor Ort herrschenden lebensfreundlichen Klimas beobachten und miterleben zu können. Künstliche Wärmequellen als aktiver Kälteschutz sind deshalb ausgeschlossen.

 

Wie in anderen Städten und in den meisten Privatgärten üblich, gibt es auch bei den “Rheindorfer Palmen“ den einen oder anderen attraktiven, aber nicht winterharten Exoten, der als ergänzende Kübelpflanze “indoor“ überwintert werden muss. Zumeist handelt es sich bei diesen Pflanzen um Spenden von Bürgern, wenn deren Wohnungen oder Wintergärten für eine private Kultivierung zu klein geworden sind. So finden sich im “Palmenkreisel“ beispielsweise Exemplare von Agave americana und Madagaskarpalme (Pachypodium lamerei). Zuletzt hinzugekommen sind zwei bei einem Händler als Restbestand übrig gebliebene einblättrige juvenile Exemplare von Syagrus romanzoffiana ’Santa Catarina’.

 

 

Der Winterschutz 2011/2012:

Nachdem aufgrund übereinstimmender Wettervorhersagen sicher erschien, dass es bei dem bevorstehenden winterlichen Kälteeinbrauch im Februar zu keiner geschlossenen Schneedecke kommt (über der die Tiefsttemperaturen nach Schätzungen in klaren Nächten durch Strahlungsfrost etwa 4 bis 6 °C tiefer absinken, als dies ohne Schneedecke bei gleicher Witterungslage der Fall wäre), wurde am 30.01.2012 entschieden, folgende Winterschutzmaßnahmen zu ergreifen:

 

Die beiden Verkehrskreiselexemplare des Trachycarpus fortunei erhielten wegen ihrer ungeschützten, windoffenen Lage leichtesten Winterschutz durch Zusammenbinden der Fächer. Bei allen übrigen adulten und etablierten Trachycarpi wurde auf Winterschutz verzichtet. Kleinere, noch nicht etablierte und teilweise weniger winterharte Palmenarten wurden großzügig mindestens bis über den Vegetationspunkt gemulcht. Diese bei den “Rheindorfer Palmen“ beinahe ausnahmslos praktizierte einfache Kälteschutzmethode hat den Sinn, zumindest das Wachstumszentrum (Meristem) der Palmen vor Kälteschäden zu bewahren. Hierdurch soll erreicht werden, dass die Palmen auch im Falle von Blattschäden oder nach Defoliation überleben und während der folgenden Wachstumsperiode möglichst schnell wieder durch Neuaustrieb mit der Regeneration beginnen können.

Bei zwei mittelgroßen, noch nicht etablierten Palmen, einem Trachycarpus  fortunei und einer chilenischen Honigpalme (Jubaea chilensis), wurde erstmals eine Winterschutzmethode so getestet, wie sie nach Beobachtungen auch im Botanischen Garten der Stadt Köln (Flora) bei der dort vor wenigen Jahren gepflanzten Palmenallee praktiziert wird, nämlich durch vollständiges dickes Einwickeln der Palmen mit Gartenvlies.

 

Bei der großen Jubaea chilensis wurde wie in den Vorjahren bis in etwa einen Meter Höhe Mulch, darüber, am Vegetationspunkt, etwas Vlies angebracht und die Pflanze anschließend mit zwei Kokosmatten umwickelt. Der Schutz durch die Kokosmatten erbringt nach verschiedenen Messungen der vergangenen Jahre bei nächtlichen Außentiefsttemperaturspitzen von 9 °C eine Temperaturabweichung im Schutz zwischen 1,7 und 1,9K, in den zusätzlich gemulchten Bereichen der Palme ist der Schutzeffekt entsprechend höher.

 

Alle anderen Exoten wie Agaven, Yuccas, Kakteen oder mediterrane Fruchtpflanzen erhielten wie üblich keinen Schutz. Zum Winterschutz 2011/12 hier einige Bilder aus der Zeit der winterlichen Kältephase am 10.02.2012:

 

Trachycarpi ohne Schutz, auch ohne Mulch. In der Bildmitte die 2011 gepflanzte mittelgroße Jubaea chilensis, komplett dick eingewickelt in Vlies, zusätzlich etwas Mulch im Bodenbereich

 

Dieselbe Schutzmethode bei einem noch nicht etablierten Trachycarpus fortunei auf der Nordseite der Wupperstraße

 

 

Leichtester Winterschutz für Trachycarpus durch Zusammenbinden der Palmfächer mit Vlies (links

hinten erkennbar) im „Palmenkreisel“, rechts eine 2011 erworbene Yucca faxoniana

 

 

 

Die 2011 neu angelegte Palmenpflanzung auf dem Grundstück des Heilpädagogischen Heimes (HPH). Schutz für juvenile, nicht etablierte Palmen (Rhapidophyllum hystrix, Chamaerops humilis var. cerifera) durch Überhäufung mit Mulch. Der adulte Trachycarpus, als Jungpflanze 2006 gepflanzt, hatte zuvor die beiden Doppelkaltwinter 2008/09 und 2009/10 als einziger von dreien – sogar nur mit wenigen Blattschäden - überstanden und blieb erneut schutzlos

 

 

 

Dieselbe Art Winterschutz auch im Privatgarten auf der sonnigen Nordseite der Wupperstraße: Überhäufung kälteempfindlicher juveniler Palmen (Jubaea chilensis, Brahea armata, Butia capitata) mit Mulch bis über den Vegetationspunkt, Fächer bzw. Fieder darüber schutzlos; gänzlich ohne Schutz: Juveniler Trachycarpus fortunei im Vordergrund

 

 

 

Große Jubaea chilensis mit aufwändigerem Passivkälteschutz während der Kahlfrostperiode mit Tiefsttemperaturen bis etwa  –12,9 °C

 

 

 

III. Winter- bzw. Kälteschäden an den exotischen Pflanzen

 

1.  Hauptpflanzung (Trachycarpus fortunei)

 

Exkurs 2: Empirisches Laborwissen zur Kälteverträglichkeit von Trachycarpus fortunei:

Wissenschaftlich unter Laborbedingungen gewonnene Daten zur Kälteverträglichkeit subtropischer Palmen gibt es selten. Ausnahmen sind die von Larcher & Winter am botanischen Institut der Universität Innsbruck unter Laborbedingungen durchgeführten Experimente zur Kälteverträglichkeit sämtlicher Pflanzenteile von Trachycarpus fortunei sowie der Blätter einiger anderer Fächer- und Fiederpalmenarten.[4]

 

Als empirisch gesichertes Laborwissen kann seitdem unwidersprochen gelten, dass Blattfächer von adulten Trachycarpi fortunei ab Temperaturen von11 °C (bei juvenilen Pflanzen ab10,5 °C) Schäden erleiden, bei Temperaturen von –13 °C (bei juvenilen Pflanzen von12,5 °C) 50% sowie bei Temperaturen von –14 °C ein Großteil der Blattmasse geschädigt wird, wenn die Blätter (Fächer) den jeweiligen Temperaturen über 12 Stunden hinweg ausgesetzt sind. Der Speer selbst ist am Wachstumspunkt über dem Stamm sogar noch etwas frostverträglicher, dort tritt eine 50%ige Schädigung bei juvenilen Pflanzen bei11,5 °C, bei adulten Exemplaren bei –14 °C ein. Für das Überleben der Pflanze noch entscheidender ist allerdings die Frostverträglichkeit anderer lebenswichtiger Organe, wie etwa des Bildungsgewebes (Meristem) oder der Wurzeln.

 

Der Aufsatz selbst ist leider im Internet nicht abrufbar. Erfreulicher Weise findet sich aber zumindest ein Schaubild zur Kälteverträglichkeit sämtlicher Organe nebst Blüten und Samen von Trachycarpus fortunei in einem online gestellten Aufsatz von Broschat, dort als “Figure 9.“ reproduziert. Das wesentliche, unter Laborbedingungen durch Larcher und Winter erforschte Wissen zur Frostverträglichkeit von Trachycarpus fortunei ist damit im Internet[5] für jedermann frei verfügbar.

 

 

Bei allen Trachycarpi kam es zu Blattschäden, vom Ausmaß her vergleichbar mit denen nach dem Kaltwinter 2008/09. Betroffen waren alle ungeschützten Palmenfächer, älter als ein Jahr. Je älter das Blattwerk, umso stärker die Blattschäden, genauso wie in den vorangegangenen Kaltwintern. Hinzu kamen bei den meisten ungeschützten Exemplaren so genannte “Winterränder“, die aber zu keinen Speerverlusten führten. Ein 2004 gepflanztes Exemplar produziert seit dem Winter deformierte Fächer, die sich zudem vorzeitig öffnen. Der Allgemeinzustand ist als bedenklich einzustufen, ein Überleben des kommenden Winters ungewiss. Ein versuchsweise im Frühling 2010 ausgepflanztes juveniles Exemplar aus chinesischer Produktion vegetiert seitdem trotz Mulchschutz im Winter ohne wesentliche Lebenszeichen vor sich hin.

 

                          Seit 2004 ausgepflanzt: Stark kränkelnder Trachycarpus fortunei am 23.07.2012

Blick auf den deformierten Neuaustrieb desselben Exemplars. Die Schäden sind nicht lediglich „winterrandbedingt“. Als Ursache hierfür liegen ernsthafte Kälteschäden am Meristem (Herzfäule) und/oder der Wurzeln nahe, die nicht unbedingt, aber wahrscheinlich im kommenden Winter zum Exitus führen werden

 

     2010 zu Versuchszwecken ausgepflanztes, arg geschwächtes Exemplar

     eines Trachycarpus fortunei aus chinesischer Produktion am 18.07.2012

 

Das genaue Gegenteil ist ein seit 2004 ausgepflanztes und aktuell nur wenig getrimmtes, wuchsfreudiges weibliches Exemplar eines Trachycarpus fortunei. Bild am 14.08.2012 nach drei rheinischen Kaltwintern in vier Jahren ohne jeglichen Kälteschutz mit hierfür sehr gutem Zustand

 

 

2. Begleitpflanzung

 

a) Bananen

Die Stämme der 2004 gepflanzten Musa basjoo überlebten wie in den Vorjahren unter Mulch ohne Probleme, ebenso mehrere, 2011 an zwei Stellen ausgepflanzte Exemplare von Musa sikkimensis.

 

Musa basjoo am 11.08.2012 auf der Südseite der Wupperstraße

 

 

Musa basjoo am 23.07.2012 im “Palmenkreisel“ (Bild: Michaela di Padova)

 

 

2011 gepflanzte  Musa sikkimensis aus Manipur,

hier im Vordergrund drei Exemplare am 12.08.2012 im “Palmenkreisel“

 

b) Palmen

Die große, 2008 offiziell als Straßenbegleitgrün ausgepflanzte Jubaea chilensis ist das einzige den Autoren in Deutschland bekannte Exemplar, das mit mehr als einem Meter Stammhöhe (das Exemplar am Nizza-Ufer in Frankfurt/Main hat eine geringere Stammhöhe) den Kaltwinter 2008/09 ohne künstliche Wärmequelle im Freiland überlebt hat - mittlerweile zudem die Kaltwinter 2009/10 und 2011/12. Dieses positive Ergebnis ist überraschend, wenn man bedenkt, dass die Palme seit ihrer Pflanzung jetzt insgesamt drei Kaltwinter in nur vier Jahren erlebt hat, ohne sich vorher etablieren zu können. Dabei hat sich wiederholt gezeigt, dass das Exemplar an seinem warmen Standort auch nach fast vollständiger Defoliation innerhalb von nur einer Wachstumsperiode wieder einen ansprechenden Habitus entwickelt. Vollständige Rehabilitierung würde hingegen drei Wachstumsperioden, also zumindest zwei aufeinander folgende milde Winter, erfordern.

 

Nach dem vergangenen Winter mussten die bisher schwersten Schäden verzeichnet werden. Festzustellen waren, wie ebenso bei einer 2011 mittelgroß ausgepflanzten Jubaea, winterrandverursachte Speerverluste mit anschließendem Neuaustrieb Anfang bzw. Mitte Juni. Winterränder sind örtlich begrenzte Zellschäden, von denen zum Zeitpunkt der Winterruhe noch im Konus des Stammes liegende Teile der Blätter (Speere) betroffen sind. Nicht selten kommt es hierdurch im Frühling zum Verlust des Blattschopfes. So dramatisch dieser Verlust auch aussehen mag - alle Blätter lassen sich im Frühjahr aus der Krone einfach herausziehen - so schnell erholen sich die meisten Palmenarten auch hiervon wieder. Das äußere Bild gleicht damit zunächst sog. Herzfäule, bei der das Wachstumszentrum (Meristem) selbst durch Frosteinwirkung geschädigt wird und meist zum Absterben der Pflanzen führt. Was vorliegt, zeigt erst die Form des Neuaustriebs. Sehen die herauswachsenden Blätter wie “abgeschnitten“ aus, liegt nur winterrandbedingter Verlust des Blattschopfes, bei andersartigen Deformierungen wie kümmerlichem Blattwerk hingegen viel gefährlichere Schäden entweder am Meristem oder an den Wurzeln der Palmen vor (sichtbar bei obigem Bild des geschädigten Trachycarpus fortunei). Bei der großen Jubaea chilensis überlebten zudem am Stamm Teile mittelalter Fiedern.

 

Das dritte, schon 2010 juvenil im Privatgarten der Wupperstraße ausgepflanzte Exemplar erlitt lediglich großflächige Blattschäden an nicht mit Mulch überhäuften Blattteilen. Zu den Rheindorfer Jubaeae eine Bilderfolge, beginnend im August 2011:

 

 

Große Jubaea chilensis am 23.08.2011 nach fast vollständiger Defoliation und  anschließend zweijähriger Regeneration: Wie erwartet bildete das Exemplar einen “mitteleuropäisch“ kompakten Habitus aus

Zustand am 17.03.2012, rund fünf Wochen nach dem Kälteereignis, mit scheinbar nur mäßig starken Winterschäden besonders des zentralen, nicht entfalteten Blattschopfes. Dieser Bereich ließ sich im Frühling mit leichter Kraft aus der Wachstumsöffnung ziehen, sodass im Öffnungsbereich des Stammes ein tiefes Loch entstand. Zweifelhaft war, wie zunächst stets bei diesem Schadbild, ob nur Winterränder oder ernsthafte Herzfäule Ursache waren

 

In der zweiten Juniwoche zeigte sich am Vegetationspunkt ein Neuaustrieb, hier am 14.06.2012. Damit stand fest, dass die Palme auch ihren dritten Kaltwinter innerhalb von vier Jahren ohne künstliche Wärmequelle überlebt hat

Große Jubaea am 14.08.2012: Die äußeren neu ausgetriebenen und wie abgeschnitten wirkenden Fiedern sowie die rasante Geschwindigkeit des gesunden, nicht weiter deformierten Neuaustriebs verraten, dass nicht Herzfäule, sondern Winterränder die Ursache für den Verlust des Blattschopfes waren. Nicht das Wachstumszentrum selbst, sondern nur der bei Jubaea (wie auch bei Trachycarpus fortunei) bekanntermaßen besonders kälteempfindliche, im Stamm befindliche untere Speerbereich erlitt durch den Frost Zellschäden

 

Neuaustrieb im Detail

Mittelgroße Jubaea chilensis am 11.08.2012, ausgepflanzt 2011, geschützt mit Vlies und etwa Mulch,

treibt nach Winterrand, der zum Speerverlust führte, seit der dritten Juniwoche recht verhalten wieder aus

 

Juvenile Jubaea chilensis am 11.08.2012, ausgepflanzt 2010 im Privatgarten Wupperstraße; geschützt mit Mulch bis über den Vegetationspunkt; nach dem Kaltwinter kein Speerverlust, nicht getrimmt, sodass Schäden an nicht mit Mulch bedeckten alten Blättern noch erkennbar sind

 

Bei einem der insgesamt sechs 2011 ausgepflanzten juvenilen Exemplare der Nadelpalme (Rhapidophyllum hystrix) war trotz oder gerade wegen des Mulchschutzes ein Speerverlust zu verzeichnen, wobei bisher kein Neuaustrieb erfolgte, sodass die Pflanze wahrscheinlich ersetzt werden muss:

2011 vor dem Heilpädagogischen Heim (HPH) gepflanzte Rhapidophyllum hystrix mit nach Speerverlust typischem Loch am Vegetationspunkt am 18.07.2012. Da sich bis Mitte August 2012 kein Neuaustrieb zeigte, muss mit dem Verlust der Pflanze gerechnet  werden

 

Alle anderen Exemplare des 2011 als Fußwegbegrenzung angelegten Palmengartens des HPH haben den vorangegangenen Kaltwinter mit Mulchschutz schadlos überstanden. Obwohl das dort gelegene Büro des HPH Tag und Nacht besetzt ist, gelang es im Frühjahr Dieben - erstmals seit Beginn des Projektes - nachts drei juvenile Trachycarpi fortunei zu stehlen. Die Täter konnten nicht ermittelt werden, sodass die Pflanzen ersetzt werden mussten. Im vorderen Bereich in Mitteleuropa eher buschartig wachsende wärmebedürftige Palmenarten wie die nordafrikanische Zwergpalme (Chamaerops humilis var. cerifera) und die amerikanische Nadelpalme (Rhapidophyllum hystrix). Im dahinter gelegenen, eigentlichen Gartenbereich stammbildende chinesische Hanfpalmen (Trachycarpus fortunei)

Der Palmengarten des HPH aus leicht veränderter Perspektive. Auch dieses Bild lässt bereits erahnen, dass

dieser im Halbschatten gelegene Bereich sich durch fortschreitendes Wachstum in den kommenden Jahren immer mehr zu einer weiteren botanischen Freilandattraktion der “Rheindorfer Palmen“ entwickeln könnte

 

 

Bei vier der etwa 16 im Jahr 2011 gepflanzten Exemplare von Chamaedorea microspadix sind Pflanzverluste eingetreten, wobei die überlebenden Exemplare nach Zurückfrieren mittlerweile schon etwas größer als im Vorjahr sind. Erste Kindel wurden auch schon gebildet

 

Einer der beiden als Tuffs ausgepflanzten mexikanischen Bergpalmen (Chamaedorea microspadix) am 14.08.2012 im 2011 errichteten “Schattenbeet“ geschützt an einer Hauswand. Ausfälle: 4 von 16 Pflanzen. Das Blattwerk sämtlicher Exemplare war über Mulch erfroren, die Neuaustriebe der Pflanzen beider Tuffs legten im Verhältnis zum Vorjahr an Größe zu. Die größeren Palmen brachten jeweils ein bis zwei Schösslinge hervor

 

Das 2010 sowie die drei übrigen 2011 als Sabal minor erworbenen Exemplare dreier verschiedener Herkünfte haben nach Zurückfrieren sämtlicher nicht mit Mulch geschützter Blattsegmente den Winter überlebt und treiben mit jeweils mindestens einem neuen Fächer wieder aus.

Exkurs 3: Zu im deutschen Sprachraum geführten Diskussionen über “echte“ Sabal minor

Die Palmenart Sabal minor ist ein bei Exotenfreunden vor allem in Deutschland ebenso lebhaft wie meinungsfreudig diskutiertes Thema. Eine kurze Einführung in die Thematik sowie seine ganz persönlichen Einschätzungen gibt Lorek hier:

 

http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sabal-minor.html

 

Dessen ungeachtet gibt es vereinzelt auch Berichte über erfolgreiche Auspflanzungen von Sabal minor in Deutschland in halbschattiger Lage, vgl. hier:

 

http://www.yuccaundco.de/cgi-bin/webbbs5/webbbs_config.pl/read/48583

 

Abschließend ein Link zu dem vielleicht sachkundigsten Video über Sabal minor in Oklahoma, einem der winterkältesten Naturstandorte, in dem berichtet wird, dass diese Palmenart auch am Naturstandort nur zwei bis drei Blätter im Jahr und bei vollsonniger Lage einen kompakteren Habitus bildet (englische Sprache):

 

http://www.youtube.com/watch?v=JoRCjQdQEBc

 

Einige Sommerbilder der als Sabal minores erworbenen Rheindorfer Palmen:

 

Exotisches Bild: Vier als Sabal minores erworbene Pflanzen am 23.07.2012 im “Palmenkreisel“. Das kleine Exemplar im Vordergrund links hat seinen zweiten Freilandwinter überlebt. Die übrigen Exemplare wurden 2011 ausgepflanzt. Alle Pflanzen weisen Fäden auf, das Exemplar hinten links besonders viele, was nach Beschreibungen angeblich untypisch für die Art sein soll. Tatsache aber scheint zu sein, dass Freilandexemplare im wintermilden subtropischen Bereich des natürlichen Habitats (Florida/USA) ebenfalls Fäden aufweisen. Auch ein im Botanischen Garten der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz seit Jahren ausgepflanztes Freilandexemplar weist nicht nur vereinzelte Fäden auf. Anders offenbar nur die Exemplare aus bestimmten winterkälteren Bereichen des natürlichen Habitats, z. B. aus Oklahoma/USA (Sabal minor ’McCurtain’)

 

2012 konnten nach mehrjähriger Suche im europäischen Ausland erstmals zwei größere Exemplare bei einem Fachhändler gefunden, erworben und im Rheindorfer Freiland ausgepflanzt werden, die den oben genannten Beschreibungen, Videos und Bildern winterkälterer Herkünfte des Naturstandortes vollständig zu entsprechen scheinen und insbesondere praktisch frei von Fäden sind.

 

Die beiden Rheindorfer “Raritäten“ stammen von einem großen europäischen Fachhändler exotischer Pflanzen, dortige Herkunft ist den Autoren unbekannt, evtl. Südamerika. Zu diesen beiden Pflanzen drei Bilder:

Einer der beiden größeren, zweifellos “echten“ Sabal minores eines kälteren Naturstandortes

praktisch ohne Fäden im “Rheindorfer Palmenkreisel" am 23.07.2012

 

Das zweite Exemplar im Privatgarten Wupperstraße am 07.08.2012, das ebenfalls den Beschreibungen von Exemplaren der winterkälteren Regionen des natürlichen Habitats vollständig zu entsprechen scheint. Ob sich dies auch auf die Winterhärte auswirkt, wird sich zukünftig im Vergleich mit den vier übrigen Exemplaren zeigen, jedenfalls wenn die mehrjährige Etablierung gelingt. Auch an ihrem sommerwarmen Naturstandort entwickelt diese Palmenart nur 23 Fächer im Jahr, die sich dort allerdings in schattiger Lage bis zu fünf Jahre “halten“. Nach den dortigen Erfahrungen ist damit zu rechnen, dass auch die beiden “vollsonnig“ gepflanzten Rheindorfer Exemplare einen kompakten Habitus entwickeln werden

 

Oberseite eines der relativ flachen Fächer, in der Mitte fast bis zur Basis gespaltene Blattspreite, praktisch ohne Fäden wie offenbar an bestimmten winterkälteren Standorten des natürlichen Verbreitungsgebietes üblich. Zu erwarten ist, dass die beiden Pflanzen, wie die übrigen vier Exemplare zuvor auch, spätestens nach ihrem ersten Freilandwinter defolieren, aber zumindest Teile der ungeöffneten Speere überleben, mit denen die Palmen dann ab dem nächsten Frühjahr ihr erstes neues Blatt im Freiland entwickeln könnten. Die Etablierung von Sabal minor soll Berichten zufolge etwa vier Jahre dauern, erst danach die vollständige Kälteverträglichkeit gegeben sein. Ein Erfolg wäre die Pflanzung, wenn die Art nach erfolgter Etablierung im Rheindorfer Klima einen jährlichen Neuzuwachs von mindestens einem Fächer erzielen und sich eine mit Trachycarpus fortunei zumindest vergleichbare Härte dieser Pflanzenart erweisen würde

 

 

Unterseite desselben Fächers der Sabal minor im Privatgarten

 

Unter Mulch unbeeindruckt blieben erwartungsgemäß die 2006 bzw. 2010 ausgepflanzten Chamaeropses humilis, die nach dem Winter 2008/09 ihre Stämme verloren und danach auf die südliche Wupperstraße umgepflanzt wurden sowie drei 2011 ausgepflanzte Chamaeropses humilis var. ceriferae zweier verschiedener Herkünfte.

 

Die juvenil gepflanzten Brahea armata und Butia spec. überlebten im Privatgarten der Wupperstraße auch ihren zweiten Freilandwinter, allerdings mit Blattschäden an nicht mit Mulch geschützten Blattteilen.

Juvenile Brahea armata, ausgepflanzt 2010, Privatgarten, im Winter geschützt

mit Mulch bis über den Vegetationspunkt, treibt gut wieder aus, hier am 11.08.2012

 

Als “Jubaea chilensis“ 2010 juvenil erworbene Butia spec., seitdem ausgepflanzt im Privatgarten, am 12.08.2012

c) Sukkulenten

Die seit 2008 im Kreisel ausgepflanzte Agave neomexicana blieb unbeeindruckt, die im selben Jahr ausgepflanzte Agave utahensis wies an älteren Segmenten Schäden auf. Verluste gab es bei den im letzten Jahr juvenil ausgepflanzten Agave parryi var. parryi und Agave americana.

 

2011 gepflanzte Agave parryi var. parryi nebst Kindel am 17.03.2012 mit starken

Winterschäden nach etwa  12,9 °C, die später zum Verlust der Pflanze führten

 

Bei Yuccas und Kakteen sind keine Schäden feststellbar, das gilt auch für die 2011 erworbene und ausgepflanzte adulte Yucca faxoniana.

 

d) Mediterrane Fruchtpflanzen

Feigen (Ficus carica), Kiwi- (Actinidia deliciosa) und Wein (Vitis vinifera) blieben schadlos. Festzustellen ist der Verlust jeweils beider Oliven- (Olea europaea) und Granatapfelstämmchen (Punica granatum). Ein Olivenbaum überlebte hingegen rund 30 Meter vom “Palmenkreisel“ entfernt in einem Privatgarten:

 

In der Mitte große Olive ohne wesentliche Winterschäden, links im Bild Feige in einem privaten Fruchtgarten nur wenige Schritte entfernt vom „Palmenkreisel“.


[1] Alle Messwerte der Meteomedia Wetterstation Köln-Niehl nach http://wetterstationen.meteomedia.de/index.php?station=10531&wahl=rueckblick  am  03.01., 07.02. und 16.03.2012 

[2] http://www.monheim-wetter.de/ am 07.02.2012

[3]http://www.wunderground.com/weatherstation/WXDailyHistory.asp?ID=INORDRHE30&month=2&day=7&year=2012 am 07.08.2012

[4] Larcher & Winter: Frost Susceptibility of Palms: Experimental Data and their Interpretation“ (Principes 1981, S. 143-152)

[5]Broschat: Cold Damage on Palms  http://edis.ifas.ufl.edu/mg318



Zitiervorschlag: Lorek, M. & Eckloff, A. F. 2012: 7. Update zur Exotenpflanzung "Rheindorfer Palmen" im August 2012. – http://www.tropengarten.de/Botanik/leverkusen7.html am Tg.Mo.Jahr.

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