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australische Pflanzen
Die beiden am häufigsten gepflanzten australischen Exoten sind Eucalyptus und Akazien. Die ausgezeichnete Trockentoleranz führt dazu, daß diese Arten gut gedeihen und aus der Kultur enflohen sind. Riesige Akazien- und Eucalyptusbestände sind mittlerweile so invasiv, daß die natürliche Flora mancherorts bereits fast vollständig verdrängt ist. Am häufigsten von den Akazien ist Acacia dealbata zu finden. Diese hübsche, fiederblättrige Art blüht gelblich im Herbst und breitet sich schnell über unterirdische Ausläufer und durch Samen aus. Einzelne Selektionen wie Acacia dealbata subalpina können in unserem Klima ev. in milden Regionen an besonders günstigen Stellen ausgepflanzt werden. Das Bild zeigt einen kräftigen, alten Baum als Straßenbepflanzung:



Die Blüte von Albizia lophantha:



Auch sehr häufig gepflanzt und an vielen Orten ebenfalls aus der Kultur entflohen, Acacia longifolia. Kennzeichen sind die aufrechten, schlanken Blätter und der pyramidenförmige, aufrechte Wuchs. Die Frosttoleranz liegt bei etwa -8°C, eventuell sogar tiefer. Versuche in Mitteleuropa fehlen allerdings, sodaß über die endgültige Winterhärte nicht sicher geurteilt werden kann:



Sehr oft in Gärten, sowie verwildert anzutreffen: Acacia cyanophylla. Eine attraktive Akazie mit tiefblauen, langen Blättern. Der Wuchs ist eher kugelförmig und eignet sich durch die moderate Höhe gut als kleiner Schattenspender. Die Frosthärte ist unklar, liegt möglicherweise im einstelligen Bereich, Versuche in Mitteleuropa sind mir bisher nicht bekannt:



Seltener anzutreffen ist Acacia baileyana. Die gefiederten Blätter sind sehr klein und stehen Acacia cyanophylla in der Blaufärbung nicht nach. Das Bild zeigt ein Exemplar mit beginnender Blüte. Die Frosttoleranz wird mit -8 bis -11°C angegeben:



Acacia retinoides unscheidet sich von Acacia longifolia durch eher hängende, sichelförmige Blätter mit nur einer Mittelader. Sie bleibt ebenfalls moderat und kann gut in kleinen Gärten zur Beschattung genutzt werden. Wie bei den anderen Akazien auch, blüht Acacia retinoides gelb. Die Winterhärte ist nicht bekannt, sollte aber versucht werden, da diese Art auch in höher gelegenen Regionen des Mittelmeerraumes gut gedeiht:



Die Blüte von Acacia retinoides:



In den letzten Jahren häufiger gepflanzt: Grevillea robusta. Eine schön blühende, sehr trockenresistente australische Proteace, die zumeist als Alleebaum oder an Straßenrändern anzutreffen ist. Die Frosttoleranz dürfte bei etablierten Exemplaren etwa -7°C betragen. Sie eignet sich trotzt des vielversprechenden Namens nicht für die Freilandhaltung in Zentraleuropa und ist eine der frostempfindlichsten Arten. Auf dem Bild sehen Sie links neben der Grevilla robusta einen alten Metrosideros excelsa, rechts eine Phoenix canariensis:



Eucalyptus globulus, der im Südwesten der iberischen Halbinsel häufigste Eucalyptus. Zumeist wird er zur Holzproduktion gepflanzt, an manchen Stellen ist er jedoch derart invasiv, daß die ursprüngliche Flora verdrängt wird. Vielerorts trifft man uralte Exemplare, die als Gartenbepflanzung oder Straßenbaum schon vor einigen Jahrzehnten gepflanzt wurden. Das hervorstechende Merkmal ist die kräftige, große Blüte. Auf dem Bild erkennen Sie die Rindenmusterung eines Exemplares in der Sierra de Monchique, der Baumbestand ist fast ausschließlich E. globulus, während im Unterwuchs noch natürliche Bewohner wie Arbutus unedo und schattenvertägliche Ericacen wie E. arborea zu finden sind:



An dieser Stelle wächst Erica lusitanica im Unterholz des Eucalyptuswaldes, zur Blüte kommt es aber nur sehr spärlich, da die Sonneneinstrahlung zu gering ist:



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