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Jaral lusitanica
Der Jaral ist die von Cistus und Halimium dominierte Buschlandschaft des Mittelmeerraumes. Der häufiger benutzte Oberbegriff Matoral umfasst jegliche Form des Buschlandes und reicht von steppenartigem Strauchbewuchs bis zur Ausbildung eines waldähnlichen Zustandes, wie er in den südlichen Serras häufig in den höheren Lagen zu finden ist.

Der Naturstandort von Arbutus unedo. Sie erkennen Exemplare im Mittelgebirge (Serra), auf ca. 300 m Höhe. Die Flora besteht aus Heidegewächsen (hier blühend Calluna vulgaris), gedrungenen Koniferen, Cistus und Arbutus unedo. Die reifenden Früchte sind als gelbliche oder rote Punkte erkennbar. Interessant ist, daß während der Reife schon neue Blütentrauben entstehen, die die Früchte für das nächste Jahr vorbereiten.



Und eine weitere Aufnahme des Naturstandortes mit Arbutus unedo, diesmal ein junger Busch in voller Blüte. Der baumförmige Bestand wird vorwiegend aus Eucalyptus globulus gebildet.



Im Herbst die am auffälligsten blühende Ericace, Calluna vulgaris. An offenen Stellen ist sie das dominierende Heidegewächs. An stark beschatteten Standorten tritt sie zurück und wird durch andere Arten, wie z.B. Erica arborea, ersetzt:



Im Unterholz, an besonnten Standorten mit sandigem Boden: Crocus nudiflorus. Dieser Herbstblüher erscheint reichlich nach den ersten Regengüssen und dürfte auch bei uns an geschützter Stelle auspflanzbar sein:



Ubiquitär in der Mittelmeerregion: Daphne gnidium, eine herbstblühende Daphne bis 2 m Höhe. Wer genau hinschaut, erkennt 2 Chamaeleon im Strauch, ein bisher nicht bekanntes, natürliches Verbreitungsgebiet des Chamaeleons außerhalb der Ria Formosa:



Wildstandort von Chamaerops humilis, die Zwergpalme zeigt einen gedrungenen buschigen Wuchs. Daneben Cytisus purgans und ein kleiner Cistus ladanifer:



Der Johannisbrotbaum, Ceratonia siliqua, wird schon seit Jahrhunderten im Mittelmeerraum kultiviert. Auffällig sind die vielen alten, prächtigen Exemplaren mit ihren langen Schoten im Herbst. Hier ein schönes solitäres Exemplar auf Kulturland:



Olea europea in seiner Wildform, gedrungen, buschig und sehr leicht zu verwechseln mit Rhamus-Arten. Trockene, sonnige Standorte im offenen Buschland werden bevorzugt:



Kultivierte Olea europea finden sich vielerorts, teilweise Jahrhunderte alte Exemplare:



Die Schirmkiefer, Pinus pinea, ist ein landschaftstypischer Baum. An milden Standorten auch in Mitteleuropa auspflanzbar, sofern es sich um ältere Exemplare handelt:



Der Purpurflamme, Phlomis purpurea, ist im Jaral oft anzutreffen. Das silbrige Laub ist auch außerhalb der Saison auffällig:



Unter den vielen Ginsterarten sehr weit verbreitet: Ulex parviflora. Ein gedrungener Busch, der ganze Flächen überwuchern kann und dornige Dickichte bildet:



Und am Abend die Silhouette von Pinus pineaster, einer winterharten Pinie mit lichtem, schlanken Habitus, die sandige aber auch kühlere Standorte bevorzugt:



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