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Acacia karroo Heyne
    synonym: Vachellia karroo (Hayne) Banfi & Galasso
Karoo-Akazie, Fabaceae - Hülsenfruchtgewächse
Südsommerblüher, XI–II, 4–12 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Karoo-Akazie stammt aus dem Süden Afrikas wo die Pflanzen in der Savanne und den Waldlandschaften der Ebenen und Mittelgebirge wachsen. Es sind Sträucher oder Bäume bis 12 m Höhe. Meist haben die Pflanzen eine runde Krone und verzweigen sich schon in den unteren Stammpartien. Die Borke ist anfangs grünlich-braun bis rötlich, später braun und manchmal in tieferen Rissen rötlich gefärbt. Die Laubblätter sind 2-fach gefiedert, bis 6 cm lang, bläulich-grün bis grau-grün, tragen 2–6 Paar Fiederblätter, sowie 8–20 Paar länglich eiförmiger , bis 7 mm langer Fiederblättchen. Typischerweise finden an jedem Knoten junger Zweige und auch an jüngeren Ästen paarige, weiß-grau, bis 6 cm lange, leicht gebogene Dornen. Die Blütenköpfchen sind rund, gelb, bis 1,8 cm groß, duften aromatisch und stehen an langen Stielen in den Achseln. Später bilden sich bis 10 cm lange, zwischen den Samen deutlich eingeschnittene, rötlich braune Hülsenfrüchte.

Acacia karroo wird häufig in warmen Ländern angebaut, da sie ein gutes Holz liefert und mit der ausgeprägten Bewehrung eine hervorragende Grenzpflanze ist. Nach phylogenetischen Untersuchungen werden seit 2005 viele der nicht-australischen Acaciae Mill. von vielen Autoren als eigenständige Gattung Vachellia Wight & Arn. abgetrennt und die Karoo-Akazie als V. karroo geführt. Weitere Informationen siehe Acacia Mill.



Abb. 1 Die große, kräftigen Dornen der Acacia karroo sind sehr wehrhaft. Privatgarten bei Huelva, Südspanien, 22.03.2008 Abb. 2 Verzweigungsmuster, Laubblätter und Dornen der Acacia karroo. Privatgarten bei Huelva, Südspanien, 22.03.2008

Abb. 3 Laubblätter und Dornen von Acacia karroo. Privatgarten auf Mallorca, Spanien, 28.09.2007 Abb. 5 Auch an den Zweigen von Acacia karroo finden sich die paarigen, weißen Dornen. Privatgarten auf Mallorca, Spanien, 28.09.2007

Abb. 5 Gelbe, rundliche Blütenstände der Acacia karroo. Privatgarten auf Mallorca, Spanien, 28.09.2007 Abb. 6 Sprossachse der Acacia karroo mit Laubblättern und Dornen, zwischen Straßenrand und der Lagune bei San Giovanni, Muravera, Sardinien, 17.10.2016

Der Gattungsname Acacia wurde schon im Altertum als gr. "akakia" genutzt; zuerst erwähnt als "dorniger Baum Ägyptens" bei Herodotos. Wahrscheinlich kommt darin das indogermanische "ak-" (= spitz) vor; für die zu Dornen umgebildeten Nebenblätter bei vielen Arten. Der Gattungsname Vachellia wurde zu Ehren des britischen Pflanzensammlers George Harvey Vachell (1799–1839) etabliert wurde, der besonders in China aktiv war. Das Epitheton karroo leitet sich ab von der Region Karoo (auch: Karroo), aus der die Art unter anderem stammt. Es ist eine semiaride Halbwüste in Südafrika.

Acacia karroo verträgt geringe Fröste, dürfte aber nicht für das mitteleuropäische Freiland geeignet sein. Die Frosttoleranz liegt bei etwa –7 °C bis –10 °C.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Acacia karroo. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/acacia-karroo.html am Tg.Mo.Jahr.

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