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Acacia tortilis (Forssk.) Hayne
    synonym: Vachellia tortilis (Forssk.) Galasso & Banfi
Savannen-Akazie, Fabaceae - Hülsenfruchtgewächse
Frühling- bis Winterblüher, III–XII, 2–21 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Savannen-Akazie stammt aus Afrika und dem Nahen Osten, wo die Pflanzen in den Savannen, Halbwüsten und Wadis wachsen. Es sind gut an langdauernde Trockenperioden angepasste Sträucher oder Bäume die bis 21 m hoch werden können. Meist sind die Pflanzen schon in den unteren Stammpartien locker verzweigt und bilden eine schirmförmige Krone, die an vielen natürlichen Standorten das Landschaftsbild dominiert. Die Borke ist rauh, grau bis dunkelbraun und rissig. Junge Zweige sind flaumhaarig bedeckt oder kahl. Die Dornen treten paarweise auf, manche sind kurz, bräunlich und gebogen oder gerade, andere wiederum gestreckt, weiß und bis zu 10 cm lang. Die Blattstiele haben eine Drüse. Die Laubblätter sind gefiedert mit 2–14 Fiederblättern und 6–20 Fiederblättchen. Sie sind entweder kahl oder dicht flaumhaarig. Die Blüten sind weiß oder gelblich-weiß, stehen in kugeligen, bis 1,1 cm großen, gestieltem Köpfchen. Später bilden sich variable Hülsenfrüchte, die meist behaart sind, gedreht oder spiralig gewunden.

Entsprechend des sehr großen Verbreitungsareals gibt es Von Acacia tortilis viele Unterarten, die sich in Blütenkopfgröße, Behaarung, Blattgröße und Wuchsform unterscheiden. In den ariden Ländern ist A. tortilis ein wichtiger Baum, der besonders als Holzlieferant und Schattenspender geschätzt wird. Manche Völker verwerten auch andere Bestandteile des Baumes. Die Art verträgt nur geringe Fröste. Weitere Informationen siehe Acacia Mill.



Abb. 1 Strauch der Acacia tortilis in einem Wadi in Nord-Oman, 24.02.2007, 374 m, 24° 47' 28 N, 55° 56' 37 O Abb. 2 Lange weiße und kurze braune Dornen der Acacia tortilis. In der Wüste am Highway 5 nahe dem Jebel Rawdah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, 20.02.2007, 252 m, 24° 53' 10 N, 55° 53' 10 O

Abb. 3 Alter Baum der Acacia tortilis mit mehreren Sträuchern in der Wüste nahe dem Jebel Rawdah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, 20.02.2007, 240 m, 24° 53' 29 N, 55° 52' 29 O Abb. 4 Aride Landschaft mit Acacia tortilis vor dem Jebel Rawdah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, 20.02.2007, 279 m, 24° 53' 59 N, 55° 55' 03 O

Abb. 5 Strauch der Acacia tortilis auf einem Geröllfächer im Wadi-Hatta in Nord-Oman, 24.02.2007, 398 m, 24° 42' 27 N, 56° 10' 45 O Abb. 6 Individuenreicher "Wald" von Acacia tortilis nahe dem Meer bei Kalba, Vereinigte Arabische Emirate, 24.02.2007, 47 m, 24° 59' 46 N, 56° 19' 20 O

Der Gattungsname Acacia wurde schon im Altertum als gr. "akakia" genutzt; zuerst erwähnt als "dorniger Baum Ägyptens" bei Herodotos. Wahrscheinlich kommt darin das indogermanische "ak-" (= spitz) vor; für die zu Dornen umgebildeten Nebenblätter bei vielen Arten. Das Epitheton tortilis stammt von lat. "tortilis" (gedreht, gewunden), für die gebogenen Hülsenfrüchte der Art.

Acacia tortilis verträgt nur geringe Fröste, dürfte aber nicht für das mitteleuropäische Freiland geeignet sein. Die Frosttoleranz liegt bei etwa –4 °C, Z 9.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Acacia tortilis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/acacia-tortilis.html am Tg.Mo.Jahr.

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