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Acer tegmentosum Maxim.
  synonym: Acer pensylvanicum var. tegmentosum (Maxim.) Wesm.
Koreanischer Schlangenhaut-Ahorn, Sapindaceae - Seifenbaumgewächse
Frühlingblüher, IV–V, bis 15 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Koreanische Schlangenhaut-Ahorn stammt aus China, Korea und dem östlichen Russland, wo die Pflanzen in Misch- und Koniferenwäldern auf 500–1.000 m über Meereshöhe wachsen. Der Stamm ist meist aufrecht und verzweigt basal nur wenig. Die Borke ist bei jungen Bäumen und an jungen Zweigen grün-weiß gestreift, später dunkelgrau. Die Laubblätter sind gegenständig, papierartig dünn, oberseits kahl, unterseits spärlich auf der Nervatur behaart, fast rund bis oval, 4–13 cm lang gestielt, 10–12 cm lang, 7–9 cm breit, 3–5-fach gelappt und randständig doppelt gesägt. Die Blütenstände sind hängende, 15-blütige, kahle Trauben. Die Einzelblüten sind etwa 5 mm lang gestielt, 5-zählig, bis 3 mm lang und grüngelblich. Später bilden sich die für Ahorne typischen, geflügelten Nussfrüchte, die zu 2 als Spaltfrucht angeordnet, bis 3 cm lang und gelblich-braun sind. Die Fruchtflügel spreizen horizontal ab.

Sehr ähnlich ist der Amerikanische Schlangenhaut-Ahorn, Acer pensylvanicum L., der sich in botanischen Details unterscheidet und phylogenetisch das ostamerikanische Pendant darstellt.


Abb. 1 Grün-weiß gestreifte Rinde eines Acer tegmentosum in einem Privatgarten in den Niederlanden, 29.03.2020 Abb. 2 Kurz gestielte, gelblich-grüne Blüte eines Acer tegmentosum in einem Privatgarten, 31.03.2020

Abb. 3 Rundes, 5-fach gelapptes Laubblatt des Acer tegmentosum in einem Privatgarten, 31.03.2020 Abb. 4 Traubiger Blütenstand eines Acer tegmentosum im Frühling in einem Privatgarten, 31.03.2020


Der Gattungsname Acer L. leitet sich von der indogermanischen Wurzel "ak-" (= spitz) ab, nach den spitzen Blattabschnitten; später zu lat. "acer" (= Ahorn). Das Epitheton tegmentosum stammt von lat. "tegmentum" (= Bedeckung), nach den derben Knospenschuppen.

Der Koreanische Schlangenhaut-Ahorn ist ein winterharter, dekorativer Baum für den Gehölzgarten. Besonders dekorativ ist die Färbung von Rinde und Borke an jungen Bäumen, die auffällig grün-weiß gestreift ist. Die Pflanzen bevorzugen halbschattige bis licht schattige Standorte auf humosen nicht zu stark verdichteten Böden in der Gehölzpflanzung.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Acer tegmentosum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/acer-tegmentosum.html am Tg.Mo.Jahr.

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