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Albizia julibrissin Durazz.
Seiden-Akazie, Fabaceae - Hülsenfruchtgewächse
Sommerblüher, VI–VIII, bis 6–10 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Seiden-Akazie stammt aus dem asiatischen Raum, von Iran bis Japan. Kennzeichnend sind die zierlichen, doppelt gefiederten Blätter und die hübschen, rosa-farbenen bis weißen, pinselartigen Blütenköpfe. Besonders schön entwickelt sich bei frei stehenden Exemplaren die Krone, die breit schirmförmig ist und oberhalb derer im Sommer die zahlreichen Blüten stehen. Ein architektonisch ansprehender Baum mit weicher, bräunlich grauer Borke und im Herbst sich reichlich bildenden, bis 20 cm langen Schotenfrüchten.



Abb. 1 Prächtige Blütenstände der Albizia julibrissin. Was man dem Photo nicht entnehmen kann: sie duften zudem herrlich. Privatgarten, 21.07.2007 Abb. 2 Die Einzelblüten von Albizia julibrissin sind grazil, rosa, karmesinrot bis weiß, Privatgarten, 21.07.2007


Abb. 3 Blüten oberhalb der schirmförmigen Krone von Albizia julibrissin, Privatgarten, 07.08.2011 Abb. 4 Blüten und Blütenknospen der Albizia julibrissin im Hochsommer, Privatgarten, 07.08.2011

Abb. 5 Hübsche, pinsel- oder büschelförmige Blüten der Albizia julibrissin, Privatgarten, 07.08.2011 Abb. 6 Prächtiges, schirmförmiges Exemplar der Albizia julibrissin, Privatgarten, 21.07.2007

Abb. 7 Albizia julibrissin mit zahlreichen, noch unreifen Schotenfrüchten, Privatgarten, Bad Deutsch Altenburg, Österreich, 22.09.2009 Abb. 8 Doppelt gefiedertes Blatt der Albizia julibrissin bei einer Topfpflanze, Privatgarten, 18.08.2014



Der Gattungsname Albizia Durazz. wurde zu Ehren des italiensichen Naturforschers Filippo degli Albizzi etabliert, der die Art (um 1749?) aus Konstantinopel nach Italien eingeführt haben soll. Das Epitheton julibrissin ist kleinasiatischen Ursprungs und beschreibt die seidenartigen Blüten.

Als sommergrüner, akazienartiger Baum mit schönen Fiederblättern sollte Albizia julibrissin einen freien Standort erhalten, damit die dekorativen Charakteristika auch zur Geltung kommen. In Mitteleuropa können die Pflanzen bei geschütztem Standort bis 10 m groß. An verschiedenen innerstädtischen Orten (von Düsseldorf bis Dresden) gibt es große alte Albizia-Bäume. Die Kombination mit immergrünen Exoten bietet sich an, weil die Seidenakazie das Laub im Winter verliert. Die schirmförmige Krone mit ihren über dem Blatt stehenden roten Blüten eignet sich auch hervorragend für den japanischen Garten.


Abb. 9 Die Borke eines Astes einer adulten Albizia julibrissin ist graubraun und von Lentizellen (Korkwarzen) bedeckt. Privatgarten, 18.08.2014 Abb. 10 Etwa 2-jährige Jungpflanze der Albizia julibrissin 20–40 cm im 0,25L-Anzuchttopf, 18.08.2014

Abb. 11 Stammansatz einer Albizia julibrissin mit grauer, wenig rissiger Borke auf dem Markplatz der Stadt Villaputzu, Sardinien, 18.10.2016 Abb. 12 In medierranem Klima präsentiert Albizia julibrissin zu Sommernde oft Blüten und Früchte gemeinsam. Markplatz der Stadt Villaputzu, Sardinien, 18.10.2016


Ideal ist ein magerer Boden mit nur mäßiger Wässerung. Düngung sollte unterbleiben. Dies deshalb, weil die Pflanzen sonst zu Rindenplatzern neigen oder die Äste und Zweige zu rasch wachsen und dann instabil werden. Bei Schneefällen oder auch stärkerem Regen kann es so besonders an spitzwinkeligen Verzweigungen zu Astbruch kommen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Albizia julibrissin. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/albizia-julibrissin.html am Tg.Mo.Jahr.

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