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Allium triquetrum L.
  synonym: Briseis triquetra (L.) Salisb.
Glöckchen-Lauch, Dreischneidiger Lauch, Alliaceae - Lauchgewächse
                                                    auch: Amaryllidaceae - Amaryllisgewächse
Herbst-, Frühlingblüher, XII–V, 10–50 cm hoch, vorsommergrün, mehrjährig

Der Glöckchen-Lauch stammt aus dem westmediterranen Raum, wo die Pflanzen bevorzugt an Gräben oder in feuchten, schattigen Strauchgesellschaften wachsen. Meist sind es vorsommergrüne Pflanzen, die bei sommerlicher Trockenheit einziehen. Die Stängel sind scharf 3-kantig mit 2-teiliger Hochblatthülle. Die 2–5 Laubblätter sind alle grundständig, gekielt, kahl, bis 15 cm lang, bis 17 mm breit und mit typischem Lauchgeruch. Der Blütenstand ist eine einseitswendige, nickende Scheindolde mit 3–15 glockenförmigen Blüten. Die Einzelblüten sind weiß und haben Perigone mit 1 grünen Mittelstreifen auf den Perigonblättern. Es fehlen Brutzwiebeln (Bulbillen).


Abb. 1 Blühender Bestand des Allium triquetrum im Frühling im Botanischen Garten Rom, Italien, 18.04.2017 Abb. 2 Bestand des Allium triquetrum an einem schattigen Strauchsaum bei Golfo Aranci am Capo Figari, Sardinien, 18.04.2017, 4 m, 40° 59' 14 N, 09° 38' 50 O

Abb. 3 Weißes Perigon des Allium triquetrum mit grünem Mittellstreifen, am Capo Figari, Sardinien, 18.04.2017, 4 m, 40° 59' 14 N, 09° 38' 50 O


Der Gattungsname Allium L. leitet sich ab von lat. "allium" (= Knoblauch) und verweist auf die Ähnlichkeit von Geruch und Geschmack mit jenem. Das Art-Epitheton triquetrum stammt von lat. "triquetrus" (= dreikantig, dreieckig), nach den 3-kantigen Stängeln.
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Allium triquetrum wird nur gelegentlich als Gartenpflanze angebaut. Interessant dürfte jedoch sein, dass es sich um eine der wenigen Laucharten handelt, die Schatten gut verträgt. Empfehlenswert ist ein Platz im Staudengarten, beschattet, am besten basen- oder kalkreich, nicht allzu trocken. Hübsch sind Kombinationen mit kleineren Farnen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Allium triquetrum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/allium-triquetrum.html am Tg.Mo.Jahr.

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