Startseite

Aralia spinosa L.
Teufels Krückstock, Araliaceae - Araliengewächse
Sommerblüher, VI–VII, bis 12 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Teufels Krückstock ist ein großer Busch oder Baum aus dem östlichen Nordamerika, der meist in Gruppen wächst, laubabwerfend ist und deren Stämme, Zweige und Blätter mit langen Stacheln bewehrt sind. Die großen, bis 70 cm langen Blätter sind gefiedert und hinterlassen mit ihren Blattscheiden nach dem Abfallen deutliche Narben an den Zweigen. Nicht nur die Blätter sind riesig, auch die terminalen Blütenstände können bis 80 cm im Umfang einnehmen und bestehen aus zahlreichen, weißen Einzelblüten. Später bilden sich schwarze, rundliche, 5–6 mm große Früchte.


Abb. 1 Blühende Pflanze der Aralia spinosa mit mehreren gelbweißen Blütenständen in einem Privatgarten, 27.08.2007 Abb. 2 Blühendes Exemplar von Aralia spinosa im Wald im Arboretum Burgholz, Wuppertal, 19.08.2007

Abb. 3 Mehrjähriger Stammabschnitt mit deutlichen Stacheln an der Borke, Aralia spinosa, Privatgarten, 18.08.2014 Abb. 4 Eine 2-jährige Jungpflanze der Aralia spinosa 40–50 cm im 3L-Topf, 18.08.2014

Abb. 5 Frischer, noch grüner Spross der Aralia spinosa mit reichlich Stacheln, Privatgarten, 18.08.2014 Abb. 6 Gefiedertes und behaartes Blatt mit deutlichen Stacheln bei Aralia spinosa, Privatgarten, 05.07.2003


Der Gattungsname Aralia L. stammt aus einer indianischen Sprache des heutigen Kanadas. Das Art-Epitheton spinosa ist die weibliche Form von lat. "spinosus" (= dornig, stachelig) und beschreibt die Wehrhafttigkeit der Pflanzen treffend.

Die baumförmige Aralie mit ihren riesigen, dschungelartigen, 2-fach gefiederten Blättern ist hervorrragend zur Kombination mit anderen Blattexoten geeignet. Am besten plant man mit ein wenig Platz, damit die Pflanzen auch ihr ganzes tropisches Potential entfalten können. Aralia spinosa benötigt einen sonnigen Standort mit gut lockerem Boden. Fühlt sich A. spinosa wohl, so breitet sie sich über unterirdische Ableger aus. Ist das nicht gewollt, sollte eine Rhizomsperre eingebaut werden. Unerwünschte Triebe kann man im Frühjahr entfernen.

Im Herbst firmiert der Taufels-Krückstock mit intensiv rostgelber Färbung der Blätter und prächtigen Fruchtständen. Der winterliche Stamm ist eng mit Stacheln besetzt und wirkt sehr bizarr. Dickere Stämme verlieren die Stacheln und haben eine glatte, nur schwachrissige Borke. Wünscht man das wahrhafte Design, können ältere, glatte Stämme zugunsten jüngerer, bewehrter gerodet werden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Aralia spinosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/aralia-spinosa.html am Tg.Mo.Jahr.

© Tropengarten

info@tropengarten.de