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Arisarum vulgare Mill.
Krummstab, Araceae - Aronstabgewächse
Frühling-, Herbstblüher, III–V, X–XI, 15–45 cm hoch, vorsommergrün, mehrjährig

Der Krummstabstammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet bis in den Südkaukasus, wo die Pflanzen bevorzugt in Strauchgesellschaften, Hartlaubwäldern, Felshabitaten, Ruderalstandorten und an Wegrändern in Höhen von 0–800 m über NN vorkommen. Die Pflanzen bilden Knollen, aus denen grundständige Laubblätter und die Blütenstände entspringen. Die Laubblätter sind ei- bis pfeilförmig, grün, ungefleckt, lang gestielt, bis 15 cm lang und bis 12 cm breit. Der Blütenstand wird von einem Hochblatt (= Blütenscheide, Spatha) umhüllt, das im Gegensatz zu vielen anderen Aronstabgewächsen nicht blattförmig ist, sondern zu einer etwa 5 cm langen Röhre verwachsen, die unten braunviolett bis olivgrün gestreift ist und oben helmförmig gekrümmt. Der Blütenkolben (= Spadix) ragt aus der Helmöffnung heraus, ist grünlich. Später bilden sich grünliche Beerenfrüchte.


Abb. 1 Blütenstand mit röhrigem Hochblatt beim Arisarum vulgare in einer schattigen Felsflur an der Chiesa San Leonardo di Balaiana bei Luogosanto, Sardinien, 02.04.2018, 195 m, 41° 02' 48 N, 09° 14' 54 O Abb. 2 Arisarum vulgare in einer schattigen Felsflur an der Chiesa San Leonardo di Balaiana bei Luogosanto, Sardinien, 02.04.2018, 195 m, 41° 02' 48 N, 09° 14' 54 O


Der Gattungsname Arisarum Mill. stammt vom gr. = "arisaron" (= kleinwüchsiges Aronstabgewäch), dem Deminutiv zu gr. = "aron" (= Aronstab, Arum L.), zusammengesetzt aus gr. "aris" (kleines Aronstabgewächs) und "aron".

Für den Garten ist Arisarum vulgare eine dekorative Art für den schattigen bis halbschattigen, feucht humosen Standort auf Kalk. Die Pflanzen sind in Z 8 winterhart, benötigen an kälteren Standorten ein Mullauflage im Winter.

Referenzen
Duddington, C. L. 1972: Baupläne der Plfanzen. – Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 323 S.
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Arisarum vulgare. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/arisarum-vulgare.html am Tg.Mo.Jahr.

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