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Artemisia arborescens L.
Strauch-Beifuß, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Sommerblüher, V–VIII, 50–170 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Artemisia maritima kommt an den Küsten des Mittelmeers, besonders an felsigen und gestörten Standorten, in der küstennahen Macchie und an Ruderalstandorten wie Mauern, Brachflächen, Schutt- und Geröllhalden vor. Es sind immergrüne, aromatische, silbergrau behaarte Sträucher bis fast Mannshöhe. Die Laubblätter sind 1–2-fach fiederschnittig mit länglichen Abschnitten. Am Grund sind die Laubblätter nicht geöhrt. Die Blütenköpfchen sind kugelförmig, 5–8 mm breit und bestehen aus zahlreichen gelben Röhrenblüten und filzigen Hüllblättern, ohne Zungenblüten. Der Blütenboden ist behaart und die Früchte drüsig.


Abb. 1 Silbrig-filzige Sprossachsen der Artemisia arborescens einschließlich der Hüllblätter der Blütenknospen. An der alten Römerstraße bei Castelsardo, Sardinien, Italien, 23.10.2017, 102 m, 40° 54' 42 N, 08° 44' 07 O Abb. 2 Silber graue Sprossachsen der Artemisia arborescens. Wegesrand an der Baia Ostina, Castelsardo, Sardinien, Italien, 23.10.2017, 24 m, 40° 54' 55 N, 08° 44' 15 O

Abb. 3 Fast 170 cm hoher Strauch der Artemisia arborescens an der alten Römerstraße bei Castelsardo, Sardinien, Italien, 23.10.2017, 76 m, 40° 54' 47 N, 08° 44' 10 O Abb. 4 Silber graue Sprossachsen der Artemisia arborescens. Wegesrand an der Baia Ostina, Castelsardo, Sardinien, Italien, 23.10.2017, 24 m, 40° 54' 55 N, 08° 44' 15 O

Abb. 5 Fiederschnittige Laubblättter von Artemisia arborescens. Wegesrand an der Baia Ostina, Castelsardo, Sardinien, Italien, 23.10.2017, 24 m, 40° 54' 55 N, 08° 44' 15 O Abb. 6 Fruchtstände von Artemisia arborescens mit den rundlichen ehemaligen Blütenköpfchen. An der alten Römerstraße bei Castelsardo, Sardinien, Italien, 23.10.2017, 76 m, 40° 54' 47 N, 08° 44' 10 O


Der Gattungsname Artemisia wurde schon in der Antike genutzt, gr. "artemisia" = Sammelbezeichnung für eine Reihe von Heilpflanzen der Gattung, die besonders zur Behandlung von Frauenleiden eingesetzt wurden und daher den Namen der Artemisia Eileithyia erhielten. Das Art-Epitheton arborescens stammt von lat. "arborescens" (= baumförmig), nach der Größe der Art im Vergleich zu anderen der Gattung.

Von Artemisia arborescens gibt es nur wenige Erfahrungen mit dem Anbau in Mitteleuropa. Potentiell dürfte eine Winterhärte gegeben sein. Ideal ist ein sonniger und offener Standort.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Artemisia arborescens. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/artemisia-arborescens.html am Tg.Mo.Jahr.

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