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Asphodeline lutea Rchb.
Große Affodeline, Gelbe Junkerlinie, Liliaceae - Liliengewächse
       auch: Asphodelaceae - Affodillgewächse; Xanthorrhoeaceae -  Grasbaumgewächse
Frühlingblüher, IV–VI, 40–100 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Große Affodeline stammt aus dem mittleren und östlichen Mittelmeerraum, wo die Pflanzen in Felsfluren und der Garrigue wachsen. Es sind immergrüne Pflanzen mit kräftigem Rhizom, aus dem Blattschöpfe mit schmal linealen, graublauen, glattrandigen, im Querschnitt 3-eckigen Laubblättern entspringen. Am Grund sind die Laubblätter in eine stängelumfassende, häutige Blattscheide erweitert. Die Blütenstängel sind bis oben hin beblättert, im oberen Teil mit häutigen, bis 2,5 cm langen, braunen Tragblättern, die länger als die Blütenstiele sind. Der Blütenstand ist eine Traube mit goldgelben, bis 2,5 cm langen Blüten. Später bilden sich bis 1,5 cm große, dunkelbraune, 3-kammerige Kapseln, die zahlreiche schwarze Samen enthalten.


Abb. 1 Grasähnliche Laubblätter der Asphodeline lutea im Wüstengarten des Gruga Parks Essen, 13.09.2014 Abb. 2 Fruchtstand der Asphodeline lutea mit geöffneten, 3-kammerigen Kapseln, die noch einzelne schwarze Samen enthalten, Gruga Park Essen, 13.09.2014


Abb. 3 Blattschopf mit den grasähnlichen Laubblättern der Asphodeline lutea. Am Grund sind die jätige erweiteren Blattscheiden gut erkennbar. Topfpflanze 20–30 cm im 1,5L-Topf, Privatgarten, 28.09.2016 Abb. 4 Goldgelbe Blüten der Asphodeline lutea. Botansicher Garten Regensburg, Frühjahr .2009


Der Gattungsname Asphodeline Rchb. existierte schon in der Antike, gr. "asphódelus" (= Asphodill), einem Fremdwort unbekannter Herkunft. Das Art-Epitheton lutea stammt von lat. "luteus" (= gelb), nach der Farbe der Blüten.

Asphodeline lutea ist ein sehr hübscher Frühlingblüher für das Sukkulentenbeet. Die immergrünen, filigranen Laubblätter zieren zudem zu anderen Jahreszeiten. Ein sonniger und trockener Standort, idealerweise mit neutralen bis alkalischen Böden ist zu bevorzugen. Pflanzen die sich wohlfühlen breiten sich über das Rhizom aus. Nach der Blüte kann man die Fruchtstände abschneiden, um ein Aussäen zu vermeiden. Die Pflanzen sind bis Z 8 sicher hart, benötigen an kälteren Standorten bedarfsweisen Schutz durch Reisigauflage während der kältesten Tage und Wochen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Asphodeline lutea. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/asphodeline-lutea.html am Tg.Mo.Jahr.

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