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Astragalus glycyphyllus L.
Süßer Tragant, Bärenschote, Fabaceae - Hülsenfrüchtler
Sommerblüher, VI–VII, 50–150 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Süße Tragant tritt in Mitteleuropa verbreitet bis zerstreut auf, Richtung Nordosten wird er selten, beziehungsweise fehlt ganz. Sein Verbreitungsgebiet ist europäisch-westsibirisch. Er siedelt gerne entlang von Wegrändern, an trockenen Waldsäumen, Rasen oder in lichten Wäldern. Die Pflanzen wachsen niederliegend oder spreizklimmend, mit hin- und hergebogenen Stängeln, die spärlich behaart bis verkahlend sind. Die Laubblätter sind unpaarig 1-fach gefiedert mit 11 oder 13 eiförmigen, oberseits kahlen und unterseits kurzhaarigen Fiederblättern, die süß schmecken. Die Blütenstände habe Stiele die höchstens halb so lang wie die dazugehörigen Laubblätter sind. Die Kronen sind blassgelb bis grünlich, kahl. Später bilden sich 3–4 cm lange, kahle, linealische, etwas gebogene, zuletzt nach oben geneigte und fast sitzende Hülsen.


Abb. 1 Blütenstand des Astragalus glycyphyllus in einem thermophilen Saum am Hermannsweg auf dem Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 145 m, 52° 11' 07 N, 07° 53' 26 O Abb. 2 Zick-zack-förmiger Stängel von Astragalus glycyphyllus in einem thermophilen Saum am Hermannsweg auf dem Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 145 m, 52° 11' 07 N, 07° 53' 26 O

Abb. 3 Die linealen Hülsen von Astragalus glycyphyllus auf dem Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 145 m, 52° 11' 07 N, 07° 53' 26 O Abb. 4 Blüten des Astragalus glycyphyllus am Hermannsweg auf dem Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 145 m, 52° 11' 07 N, 07° 53' 26 O

Abb. 5 Spreiz-klimmende Sprossachse von Astragalus glycyphyllus in einem thermophilen Saum am Hermannsweg auf dem Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 145 m, 52° 11' 07 N, 07° 53' 26 O


Der Gattungsname Astragalus L. stammt von gr. "astragalos" (= Halswirbel). Der anatomische Begriff bezieht sich auf den Vergleich der eingeschnürten Hülsen mit dem Säulenring zwischen Säule und Kapitel, der einer Perlenschnur gleicht, lat. "astragalus". Das Epitheton glycyphyllus stammt von gr. "glykys" (= süß) und gr. "phyllon" (= Blatt), nach den süßlich schmeckenden Laubblättern.

Astragalus glycyphyllus sind dekorative Pflanzen für den Steingarten, das Staudenbeet oder eine mediterrane Pflanzung. Interessant dürfte die lange Blühphase und die Eigenschaft als Klimmer sein, wenn man die Pflanzen mit Hochstauden setzt. Ideal ist ein kalkhaltiger, sonniger bis halbschattiger und warmer Standort.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Astragalus glycyphyllus. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/astragalus-glycyphyllus.html am Tg.Mo.Jahr.

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