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Barbarea vulgaris R. Br.
Gewöhnliches Barbarakraut, Winterkresse, Brassicaceae - Kreuzblütler
Ende Erstfrühlingblüher, III–VI, 30–90 cm hoch, immergrün, zwei-(mehr-)jährig

Das Gewöhnliche Barbarakraut tritt in Mitteleuropa mäßig häufig auf und siedelt gerne an feuchten und stickstoffreichen Standorten wie den Ufern fließender Gewässer, Feuchtwiesen, Äckern, an unbefestigten Wegrändern oder Böschungen. Es kommt mittlerweile überall in Mitteleuropa und auch weltweit vor. Meist sind es zweijährige Pflanzen, die im zweiten Jahr blühen und fruchten. Die Stängel sind ästig, aufrecht und kahl. Die Grundblätter bilden eine Rosette, sind fiederteilig mit 2–5 Paar länglichen Seitenlappen und rundlcihem Endabschnitt. Oberste Stängelblätter sind meist ienfach, ungeteilt und gezähnt. Die traubigen Blütenstände tragen zahlreiche, goldgelbe Blüten mit aufrechten Fruchtstielen, aus denen sich später ebenfalls aufrecht stehende Schoten bilden, die nicht einegschnürt sind.

Als Wintergemüse kann das Gewöhnliche Barbarakraut im Salat oder gedünstet gegessen werden. Es ist vitaminreich und wird gelegentlich noch in der Pflanzenheilkunde verwendet. Hieraus leitet sich womöglich auch das Benennungsmotiv ab, denn die Ernte erfolgte am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barabara, die als Schutzpratonin mehrerer Stände, unter anderem der Bergleute gilt und als Märtyrerin verhert wird.



Abb. 1 Pflanze der Barbarea vulgaris am Bausenberg, Niederzissen, Eifel, 17.04.2015, 289 m, 50° 27' 51 N, 07° 13' 14 O Abb. 2 Blütenstand von Barbarea vulgaris, später mit dem vollen Erblühen sind die Blütenstände elongiert, Bausenberg, Niederzissen, Eifel, 17.04.2015, 289 m, 50° 27' 51 N, 07° 13' 14 O

Abb. 3 Fiederteiliges Laubblatt der Barbarea vulgaris am Bausenberg, Niederzissen, Eifel, 17.04.2015, 289 m, 50° 27' 51 N, 07° 13' 14 O

Der Gattungsname Barbarea W. T. Aiton leitet sich ab von der heiligen Barabara, siehe oben. Das Epitheton vulgaris stammt von lat. "vulgaris" (= allgemein bekannt, gewöhnlich).

Für den naturnahen Garten ist Barbarea vulgaris eine dekorative, zweijährige Pflanze, die man auch gustatorisch verwenden kann. 

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Barbarea vulgaris. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/barbarea-vulgaris.html am Tg.Mo.Jahr.

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