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Brunnera sibirica Steven
  synonym: Anchusa sibirica (Steven) Iljin
Sibirische Brunnera, Sibirisches Vergissmeinnicht, Boraginaceae - Boretschgewächse, Rauhblattgewächse
Frühlingblüher, IV–V, 20–50 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Sibirische Brunnera stammt aus dem nordasiatischen Raum, Sibirien, wo die Pflanzen in der Taiga, Wäldern oder Wiesem wachsen. Mancherorts haben die Pflanzen einen hohen Deckungsgrad und dominieren die Krautschicht. Die Pflanzen bilden lange, dunkel braune, bis 1 cm dicke Rhizome, die nur teilweise unterirdisch wachsen und etwas aufsteigen können. da sie sich meist monopodial ausbreiten, mit einer Hauptachse, aus der am Ende 1–3 Wurzel-Laubblätter und 1–2 generative Sprossachsen entspringen. Meist zerfallen die Rhizome in mehrere selbständige Stücke, so dass im Laufe der Zeit individuenreiche Klonhaufen entstehen. Die Laubblätter haben grüne oder rotviolett gefleckte Stängel, die mehr oder weniger dicht borstig behaart sind. Wurzel-Laubblätter sind herzförmig, fast 3-eckig oder breit oval, 10–25 cm lang und breit, grün und behaart. Stängelblätter sind sitzend, lanzettlich und deutlich kleiner als die Wurzelblätter. Der Blütenstand ist eine reduzierte Traube mit zahlreichen azur-blauen, 5-zähligen Einzelblüten.

Abb. 1 Herzförmiges Laubblatt der Brunnera sibirica mit fast 20 cm Breite, Privatgarten, 05.07.2017 Abb. 2 Grüner, rotviolett gefleckter, borstiger Blattstiel der Brunnera sibirica, Privatgarten, 05.07.2017


Der Gattungsname Brunnera Steven wurde zu Ehren des schwedischen Botanikers Samuel Brunner (1790–1844) etabliert. Das Epitheton sibirica bezieht sich auf den Naturstandort, Sibirien.

Brunnera sibirica ist hervorragend als Bodendecker für neutral bis saure Böden unter Gehölzen oder im Staudenbeet geeignet. Der Boden sollte immer leicht feucht sein. Der Standort darf schattig, kann aber auch sonnig sein. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Felsgärten, Bambus, wassernahe Plätze oder japanisches Design. Die Winterhärte dürfte bis weit unter –30 °C reichen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Brunnera sibirica. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/brunnera-sibirica.html am Tg.Mo.Jahr.

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