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Cardamine amara
L.
  synonym: Cardamine umbrosa Lej.
                 Cardamine wiedemanniana Boiss.
Bitteres Schaumkraut, Kressen-Schaumkraut, Brassicaceae - Kreuzblütler
Beginn Vollfrühlingblüher, IV–VI, 10–60 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Bittere Schaumkraut tritt in Mitteleuropa verbreitet bis zerstreut auf. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westsibirisch. Bevorzugt siedeln die Pflanzen an feuchten bis nassen Standorten in Quelfluren, Auwäldern und Gewässern. Es sind immergrüne Pflanzen, die oberirdische Ausläufer bilden. Die Stängel sind aufrecht, markig und haben keine Rosettenblätter, sonden gleichmäßig am Stängel verteilte Laubblätter. Die Laubblätter sind breit eiförmig im Umriss, 4–10-unpaarig gefiedert mit größerer Endfieder, teilweise auch buchtig. Die Kronblätter sind weiß, selten rosafarben, 6–10 mm lang, verkehrt eiförmig. Typisch sind die violetten Staubbeutel. Die Schoten sind 2–3 cm lang und aufrecht abstehend.

Die ähnliche und den selben Standort besiedelnde Echte Brunnenkresse, Nasturtium officinale R. Br., hat einen hohlen Stängel und gelbe Staubbeutel.


Abb. 1 Typischer Standort der Cardamine amara an einem Bach, bei Westendorf im Brixental, Österreich, 13.05.2016, 796 m, 47° 25' 14 N, 12° 11' 50 O Abb. 2 Durch Ausläufer kann die Cardamine amara dichte Bestände bilden. Feuchtwiese bei Westendorf im Brixental, Österreich, 13.05.2016, 784 m, 47° 25' 20 N, 12° 12' 02 O

Abb. 3 Blüte der Cardamine amara mit den violetten Staubbeuteln. Feuchtwiese bei Westendorf im Brixental, Österreich, 13.05.2016, 784 m, 47° 25' 20 N, 12° 12' 02 O Abb. 4 Die Laubblätter von Cardamine amara sind gleichmäßig am Stängel verteilt. Feuchtwiese bei Westendorf im Brixental, Österreich, 13.05.2016, 784 m, 47° 25' 20 N, 12° 12' 02 O


Der Gattungsname Cardamine L. ist abgeleitet von gr. "kardamine" (=Gartenkresse) und wurde schon vorlinnäisch genutzt. Das Benennungsmotiv bleibt jedoch ungeklärt. Das Epitheton amara stammt von lat. "amarus" (= bitter), nach den scharf schmeckenden Laubblättern.

Das Bittere Schaumkraut wird eher selten im Garten angebaut, gleichwohl es sich hervorragend als Teich- oder Bachbepflanzung eignet. Auch feuchte Stellen wären ein guter Standort. Ideal ist ein halbschattiger Platz.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Cardamine amara. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cardamine-amara.html am Tg.Mo.Jahr.

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