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Chenopodium polyspermum L.
Vielsamiger Gänsefuß, Chenopodiaceae - Gänsefußgewächse
Hochsommerblüher, VII–VIII, 05–80 cm hoch, sommergrün, einjährig

Der Vielsamige Gänsefuß ist in Mitteleuropa recht häufig, tritt verstreut und annuell unetrshiedlich stark auf. Er siedelt gerne als einjähriger Bewuchs auf trockenfallenden Flußufern, in Kraut- und Staudenfluren, auf brachflächen oder in Obstanbauflächen, gelegentlich auch in Gärten und Parks. Die Pflanzen sind vom Grunde an verzweigt, oft niederliegend, grün. Im Herbst verfärben sich Stängel und Blätter rötlich. Die Bläter sind eiförmig rhombisch bis elliptisch, ganzrandig und bis 5 cm lang. Die Blütenstände blattachsel- und endständigen Rispen. Später bilden sich rundlcihe, erst transparent grüne und rötliche, später dunkelbraune Samen, deren Schale feingrubig punktiert ist




Abb. 1 Früchte des Chenopodium polyspermum treten in verschiedenen Reifegraden gleichzeitig auf, Privatgarten, 02.09.2015 Abb. 2 Rötlich gefärbte Pflanze von Chenopodium polyspermum auf einer Sandbank im Spülsaum am Rheinufer bei Stürzelberg, gegenüber von Düsseldorf-Benrath, 02.09.2015, 33 m, 51° 09' 34 N, 06° 50' 16 O

Abb. 3 Im Herbst verfärben sich die Fruchtstände bei manchen Pflanzen des Chenopodium polyspermum rot, am Rheinufer bei Stürzelberg, 02.09.2015, 33 m, 51° 09' 34 N, 06° 50' 16 O Abb. 4 Pflanze des Chenopodium polyspermum auf einer Kiesbank am Rheinufer bei Stürzelberg, 02.09.2015, 34 m, 51° 09' 31 N, 06° 50' 09 O

Abb. 5 Pflanze des Chenopodium polyspermum am Ufer der Nahe in der Nahe-Aue bei Bingen-Büdesheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 84 m, 49° 56' 41 N, 07° 53' 53 O Abb. 6 Fruchtstände des Chenopodium polyspermum in blattachsel- und endständigen Rispen, Nahe-Aue bei Bingen-Büdesheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 84 m, 49° 56' 41 N, 07° 53' 53 O

Abb. 7 Früchte in verschiedenen Reifegrade treten beim Chenopodium polyspermum gleichzeitig auf, Nahe-Aue bei Bingen-Büdesheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 84 m, 49° 56' 41 N, 07° 53' 53 O Abb. 8 Fruchtendes Chenopodium polyspermum am Ufer der Nahe in der Nahe-Aue bei Bingen-Büdesheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 84 m, 49° 56' 41 N, 07° 53' 53 O

Der Gattungsname Chenopodium L. leitet sich ab von gr. "chen" (= Gans) und gr. "podion" (= Füßchen), zu Gänsefüßchen, nach der Laubblattform einiger Arten. Das Epitheton polspermum stammt von gr. "poly" (= viel) und gr. "sperma" (= Same), zu "polyspermus" (= vielsamig) und beschreibt die reichlich gebildeten und gut sichtbaren Samen der Art.

Chenopodium polyspermum ist ein einjähriger Gänsefuß, der gelegentlich spontan in Gärten auftritt. Will man ihn in Wildstaudensäumen kultivieren, bringt man am besten im Herbst reichlich Samen am vorgesehenen Standort aus. Die herbstliche Rotfärbung ist sicherlich ein dekorativer Effekt dieser ansonsten recht unscheinbaren Art.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Chenopodium polyspermum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/chenopodium-polyspermum.html am Tg.Mo.Jahr.

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