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Cocos nucifera L.
  synonym: Calappa nucifera (L.) Kuntze
                 Cocos indica Royle
                 Cocos nana Griff.
                 Palma cocos Mill.
Kokospalme, Arecaceae - Palmen
Sommerblüher, I–XII, 20–30 m hoch, immergrün, mehrjährig

Bei Cocos nucifera handelt es sich um eine Fiederpalme die ursprünglich aus dem melanesischen Raum stammte und inzwischen weltweit in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet ist. Heutzutage ist die Art besonders in gestörten Strand- und Dünenbereichen in Höhen von 0–10 m über NN pantropisch anzutreffen. Die Phytoplasmose, eine bakterielle Erkrankung vieler Palmenarten, hat zu einem deutlichen Rückgang der Bestände geführt, ist jedoch durch die Verbreitung resistenter Sippen inzwischen mehr oder weniger gestoppt. Die Stämme sind einzeln, aufrecht oder aufsteigend, oft anlehnend, mit bleibenden Ringnarben durch abgefallene Blattscheiden. Die Laubblätter sind 1-fach gefiedert, gestielt, bis 7 m lang, 1 m breit und tragen 200–250 lineale Fiedern bis 90 cm Länge. Die Blütenstände erscheinen axillär innerhalb des Blattschopfes (intrafoliar) und sind 1–2-fach verzweigt. Die Einzelblüten sind sitzend, 3-zählig, jeweils 2 männliche und 1 weibliche in 3-er Gruppen, sowie zahlreiche männliche Blüten in der Peripherie der Blütenstandszweige. Später bilden sich Steinfrüchte (Kokosnüsse), die größer als 10 cm im Durchmesser sind. Da die Palmen in entsprechendem Klima meist ganzjährig blühen, tragen sie mehr oder weniger ganzjährig Früchte, die meist in Gruppen reifen und je nach Reifegrad grün, gelb bis braun, glatt bis faserig sind. Die eigentliche, essbare Kokusnuss ist der Same, der aus der äußeren, hölzernen Schale und dem weißen, höhligen Fruchtfleisch mit Fruchtwasser besteht.


Abb. 1 Blütenstand der Cocos nucifera mit beginnender zentraler Fruchtbildung und peripheren männlichen "Restblüten", Privatgarten am Driftwood Parkway, Cape Coral, Florida, 17.10.2018 Abb. 2 Gruppe der Cocos nucifera in einem subtropischen Hartlaubwald am Leuchtturm auf Key Biscayne, Florida, 04.02.2009

Abb. 3 Adulte Pflanzen der Cocos nucifera in einem Privatgarten auf Key West, Florida, 15.10.2018 Abb. 4 Abgeworfene Laubblätter und reife Früchte der Cocos nucifera in einem subtropischen Hartlaubwald am Leuchtturm auf Key Biscayne, Florida, 04.02.2009

Abb. 5 Jungpflanzen der Cocos nucifera am Rand der Mangroven im Matheson Hammock County Park, Miami, Florida, 25.10.2018 Abb. 6 Keimlinge der Cocos nucifera mit anhängender Steinfrucht, am Rand der Mangroven im Matheson Hammock County Park, Miami, Florida, 25.10.2018

Abb. 7 Pflanzen der Cocos nucifera in einem Privatgarten in Guwahati, Nordostindien, 12.04.2004 Abb. 8 Keimling der Cocos nucifera auf einer Wiesenfläche im Matheson Hammock County Park, Miami, Florida, 25.10.2018

Abb. 9 Fruchtstand der Cocos nucifera in einem Privatgarten am Driftwood Parkway, Cape Coral, Florida, 17.10.2018 Abb. 10 Angespülte Früchte der Cocos nucifera am Strand beim Driftwood Parkway, Cape Coral, Florida, 17.10.2018

Abb. 11 Unreife Frucht der Cocos nucifera in einem Privatgarten am Driftwood Parkway, Cape Coral, Florida, 17.10.2018 Abb. 12 Blütenstandszweig der Cocos nucifera mit männlichen Blüten, Privatgarten am Driftwood Parkway, Cape Coral, Florida, 17.10.2018


Der Gattungsname Cocos L. leitet sich ab von gr. "kokkos" (= Kugel, Pille), später zu lat. "coccum" (= Kern, Kugel) und romanisch "coco", nach der Form der Frucht. Das Epitheton nucifera stammt von lat. "nux" (= Nuss) und lat. "-fer" (= -tragend), zu "nusstragend", nach den Früchten.

Cocos nucifera gehört zu den tropischen Palmen, die keine dauerhaft kühle Witterung tolerieren und lediglich für das Warmgewächshaus geeignet sind.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jones, D. L. 1994: Palmen. – Könemann Verlag, Köln, 409 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Cocos nucifera. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cocos-nucifera.html am Tg.Mo.Jahr.

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