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Coniogramme japonica (Thunb.) Diels  
     synonym: Coniogramme ankangensis Ching & Y. P. Hsu
                    Coniogramme centrochinensis Ching
                    Coniogramme gracilis Ogata
                    Dictyogramme japonica (Thunb.) Fée
                    Gymnogramma japonica (Thunb.) Desv.
                    Hemionitis japonica Thunb.
                    Notogramme japonica (Thunb.) C. Presl
Japanischer Bambusfarn, Pteridaceae - Saumfarngewächse
30–80 cm hoch, (sommer-)immergrün, mehrjährig

Der Japanische Bambusfarn stammt aus dem östlichen Asien (Chinas, Japan, Korea und Taiwan), wo die Pflanzen in feuchten und schattigen Standorten von Wäldern und Schluchten auf Höhen von 200–2.000 über NN wachsen. Die Pflanzen bilden unterirdische Rhizome, die verzweigen und aus denen neue Sprossachsen entstehen. Die Wedel haben 30–50 cm lange, bis 5 mm breite, strohgelbe bis kastanienbraune Stiele. Die Wedelspreite ist im Umriss oval bis dreieckig, bis 40 cm breit, 2-fach gefiedert, grün, gelegentlich gelblich gefleckt und beiderseits kahl. Es gibt 3–5 Paar ovaler bis oval-dreieckiger, 35 cm langer und 15 cm breiter, kurz gestielter Fiederblätter. Das zweite Paar Fiederblätter ist meist 3-teilig, gelegentlich einfach. Die seitlichen 1–3 Paare Fiederblättchen sind lanzettlich bis breit lanzettlich, bis 15 cm lang und 3,5 cm breit, gestielt oder sitzend und randständig mit feinen Zähnchen. Die Nervatur ist verzweigend und kreuzend. An der Basis der Zähnchen finden sich Wasserporen (Hydathoden), die aus umgebildeten Pflanzenorganen bestehen und bei Bedarf Wasser abgeben können. Die Sori sind fein, linienförmig und ziehen fast bis zum Fiederblättchenrand.


Abb. 1 Die gefiederten Wedel der Coniogramme japonica harmonisieren gut mit Bambus. Schattenbeet in einem Privatgarten bei Putte, Belgien, 30.10.2016 Abb. 2 Neuaustreibende, hellgrüne Wedel von Coniogramme japonica und dunkle Vorjahres-Wedel. Privatgarten , 19.05.2013

Abb. 3 Die Sori von Coniogramme japonica verzweigenden und anastomisieren, so dass ein netzartiges Muster bis fast zum Blattrand ensteht. Schattenbeet in einem Privatgarten bei Putte, Belgien, 30.10.2016 Abb. 4 Die gefiederten Wedel der Coniogramme japonica im Schattenbeet in einem Privatgarten bei Putte, Belgien, 30.10.2016

Abb. 5 Pflanze der Coniogramme japonica im Schattenbeet in einem Privatgarten bei Putte, Belgien, 30.10.2016


Der Gattungsname Coniogramme Fée leitet sich ab von gr. "konios" (= staubig) und gr. "gramme" (= Strich, Linie), nach den linienförmigen, staubartigen Sori. Das Epitheton japonica bezieht sich auf den Naturstandort in Japan (einschließlich der Ryukyu-Inseln).

Coniogramme japonica ist ein dekorativer Exot für den schattigen bis halbschattigen Exotengarten, der besonders mit Bambus harmonisiert. Der Boden sollte leicht feucht, locker, auch mullreich sein. In kalten Regionen ist winterliches Abdecken ratsam, da die Winterhärte wahrscheinlich nur bis Z 7b reicht. In kalten Wintern frieren die Wedel zurück, während in milden Wintern die Pflanzen meist immergrün bleiben, beziehungsweise die Wedel langsam zu altern beginnen und mit dem Neuaustrieb im Frühjahr dann verwelken.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Coniogramme japonica. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/coniogramme-japonica.html am Tg.Mo.Jahr.

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