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Cordyline indivisa (G. Forst.) Endl.
  synonym: Charlwoodia indivisa (G. Forst.) G. Don
                 Dracaena indivisa G. Forst.
                 Dracaenopsis indivisa (G. Forst.) Planch.
                 Terminalis indivisa (G. Forst.) Kuntze
Berg-Keulenlilie, Asparagceae - Spargelgewächse
Nordsommerblüher, V–VI, 3–8 m hoch, immergrün, mehrjährig

Cordyline indivisa stammt aus Neuseeland, wo die Pflanzen über weite Teile der Nord- und Südinsel des Landes verbreitet sind und dort feuchtere Standorte in den Regenwäldern besiedeln. Es sind immergrüne Pflanzen mit terminalen Blattschöpfen, die meist nur 1 aufrechten, kräftigen, erst in den oberen Bereichen verzweigenden Stnmm aufweisen. In den unteren Bereichen können die Stämme Durchmesser von 40–80 cm erreichen. Die Borke ist blass grau bis grau-braun, korkartig und mit warzenförmigen Erhebungen. Die Blätter sind 1–2 m lang, 10–30 cm breit, schwertartig, lanzettlich, blau-grün bis grünbraun, kahl und weisen einen prominenten, rötlichen, orangefarbenen oder goldenen Mittelnerven mit zahlreichen parallelen, orangefarbenen oder gelben Blattnerven auf. Die Blütenstände erscheinen im Frühling bis Sommer und sind reich verzweigte Rispen, 60–160 cm lang und tragen viele, kuirz gestielte, weiße, fast fleischige, 7–8 mm lange Einzelblüten. Später bilden sich blaue, 6 mm große, kugelige Beerenfrüchte mit schwarzen, 2 mm langen, glänzenden und abgeflachten Samen.



Abb. 1 Blattschöpfe einer Cordyline indivisa 'Torbay Red' mit Verzweigung in den ganz oberen Bereichen, im Privatgarten von Les Cattery Gwarackewenbyghan in St. Buryan, Cornwall, 06.03.2018 Abb. 2 Typisches Exemplar einer Cordyline indivisa im Tremenheere Sculpture Gardens, Penzance, Cornwall, UK, 05.03.2018

Abb. 3 Breites Laubblatt einer Cordyline indivisa mit prominentem Mittelnerv. Tremenheere Sculpture Gardens, Penzance, Cornwall, UK, 05.03.2018 Abb. 4 Containerpflanze der Cordyline indivisa im Gruga-Park Essen, 06.09.2008

Abb. 5 Etwa 6 m hohes Exemlar der Cordyline indivisa im Privatgarten von Les Cattery Gwarackewenbyghan in St. Buryan, Cornwall, 06.03.2018 Abb. 6 Graue, warzenartige Borke der Cordyline indivisa im Privatgarten von Les Cattery Gwarackewenbyghan in St. Buryan, Cornwall, 06.03.2018


Der Gattungsname Cordyline Comm. ex R. Br. stammt von gr. "kordyle" (= Keule), wahrscheinlich bezieht sich das auf die Blütenstände. Das Art-Epitheton indivisa stammt von lat. "indivisus" (= ungeteilt), nach den meist nicht oder nur in den oberen Bereichen verzweigenden Stämmen.

Cordyline indivisa ist ein dekorativer Exot mit aufrechtem Stamm und ornamentalem, breitblättrigem Schopf. Leider ist die Art nicht winterhart und sollte mit regelmäßigem Winterschutz im Freiland angebaut werden. Wählen sie einen sonnigen, gut drainierten Standort, der niemals ganz austrocknet. Ansonsten ist es auch eine genügsame Kübelpflanze, die problemlos im Kaltgewächshaus oder dem Wintergarten überwintert werden kann.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Cordyline indivisa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cordyline-indivisa.html am Tg.Mo.Jahr.

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