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Crithmum maritimum L.
Gewöhnlicher Meerfenchel, Apiaceae - Doldenblütler
Sommerblüher, VI–X, 20–50 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Gewöhnliche Meerfenchel ist in Mitteleuropa selten und nur vonHelgoland bekannt. Ansonsten umfasst sein Verbreitungsgebiet die europäischen Küsten wärmerer Zonen, besonders das Mittelmeergebiet, wo die Pflanzen an den Sand- und Felsküsten im Spritzwasserbereich vorkommen. Es sind blaugrüne, niederliegende Pflanzen mit fleischigen, glänzenden, 1–2-fach gefiederten Blättern, deren Abschnitte lineal, 1–7 cm lang und zugespitzt sind. Die Blütendolden sind aufsteigend bis aufrecht, 8–30-strahlig und haben zahlreiche, lineal zugespitzte Hüllblätter (Hüllblätter sind bei Doldenblütler die Hochblätter direkt unterhalb des Blütenstandes, Hüllchenblätter jene unterhalb der Teildolden = Döldchen). Hüllchenblätter unterhalb der Döldchen gibt es ebenfalls zahlreiche lineale und zugespitzte. Zur Fruchtzeit ssind Hüll- und Hüllchenblätter zurückgeschlagen. Die Blütenkronen sind gelblich-weiß bis grünlich-weiß. Die Früchte sind länglich eiförmig, 5–6 mm lang, kalh, gelblich-rötlich und stark gerippt. .


Abb. 1 Dichter Bestand des Crithmum maritimum an der Kalkfelsküste bei Cala Mesquida, Mallorca, 23.09.2007, 9 m, 39° 44' 45 N, 03° 25' 55 O Abb. 2 Hübscher Bestand von Crithmum maritimum in einer Natursteinmauer aus Kalksteinen bei Splitska, Brac, Kroatien, Mallorca, 13.10.2012, 9 m, 43° 22' 37 N, 16° 35' 49 O

Abb. 3 Blütendolde von Crithmum maritimum am Strand von Cala Pira, Sardinien, 12.10.2016, 4 m, 39° 10' 20 N, 09° 34' 14 O Abb. 4 Fruchtdolde mit linealen Hüllblätter bei Crithmum maritimum am Strand von Cala Pira, Sardinien, 12.10.2016, 4 m, 39° 10' 20 N, 09° 34' 14 O

Abb. 5 Früchte einer Dolde mit den zurück geschlagenen Hüllchenblättern unterhalb der Döldchen bei Crithmum maritimum am Strand von Cala Pira, Sardinien, 12.10.2016, 4 m, 39° 10' 20 N, 09° 34' 14 O Abb. 6 Das fleischige, blaugrüne, 1–2-fach gefiederte Laubblatt von Crithmum maritimum am Strand von Cala Pira, Sardinien, 12.10.2016, 4 m, 39° 10' 20 N, 09° 34' 14 O

Abb. 7 Niederliegende Pflanzen von Crithmum maritimum am Strand von Cala Pira, Sardinien, 15.10.2016, 4 m, 39° 10' 20 N, 09° 34' 14 O Abb. 8 Freigespülte Pflanze des Crithmum maritimum mit dem fleischigen Rhizom, Strand von Cala Pira, Sardinien, 16.10.2016, 4 m, 39° 10' 20 N, 09° 34' 14 O

Abb. 9 Die länglichen, reiskornähnlichen Samen von Crithmum maritimum am Strand von Cala Pira, Sardinien, 16.10.2016, 4 m, 39° 10' 20 N, 09° 34' 14 O Abb. 10 Fruchtstände von Crithmum maritimum mit abfallenden, reifen Früchten. Strand von Cala Pira, Sardinien, 16.10.2016, 4 m, 39° 10' 20 N, 09° 34' 14 O

Abb. 11 Niederliegendes, kriechendes Crithmum maritimum an der Felsküste der Praia da Adraga, Portugal, 13.10.2009, 22 m, 38° 48' 21 N, 09° 29' 02 W Abb. 12 Blühende Pflanze von Crithmum maritimum am Strand von Cala Pira, Sardinien, 12.10.2016, 4 m, 39° 10' 20 N, 09° 34' 14 O


Der Gattungsname Crithmum L. stammt von gr. "krithmon" (= Meerfenchel) und schon vorlinnäisch für den als Küchenkraut verwendeten Meerfenchel genutzt. Es ist ein Fremdwort unbekannter Herkunft. Das Epitheton maritimum stammt von lat. "maritimus" (= Meer) und bezieht sich auf den Standort der Art.

Crithmum maritimum ist in den wintermilden Regionen winterhart, bedarf jedoch einer halophilen Umgebung.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer. und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Crithmum maritimum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/crithmum-maritimum.html am Tg.Mo.Jahr.

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