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Cruciata laevipes
Opiz
   synonym: Galium cruciata (L.) Scop.
                  Cruciata chersonensis Ehrend.
Gewöhnliches Kreuzlabkraut, Gewimpertes Kreuzlabkraut, Rubiaceae - Rötegewächse
Beginn Vollfrühlingblüher, IV–VI, 15–50 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Gewöhnliche Kreuzlabkraut tritt in der Mitte und im Süden Mitteleuropas zerstreut bis verbreitet auf, Richtung wird es selten oder fehlt ganz, entlang der Elbe und besonders in Mecklenburg findet es sich noch etwas häufiger. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt werden Stromtäler, Waldsäume, Strauchgesellschaften und Wegränder besiedelt. Es sind immergrüne Pflanzen, die oberirdische Ausläufer bilden. Die Stängel sind aufsteigend, mit bis 2 mm langen, steifen Haaren besetzt und 4-kantig. Die Blätter stehen in 4-zähligen Wirteln, sind oval bis elliptisch und 3-nervig. Die Blüten sind 4-spaltig, gelbgrün, haben behaarte Blütenstiele und stehen in blattachselständigen Quirlen. Es finden sich 3–9-blütige Teilblütenstände mit Hochblättern.


Abb. 1 Die 4-zähligen, gelbgrünen Blüten von Cruciata laevipes. Am Rheinufer auf der Büdericher Insel bei Wesel, 30.04.2016, 15 m, 51° 38' 34 N, 06° 36' 26 O Abb. 2 Sprossachsen von Cruciata laevipes mit beginnender Blüte am Rheinufer bei Düsseldorf-Hamm, 18.04.2010, 31 m, 51° 10' 41 N, 06° 43' 59 O

Abb. 3 Laubblätter und Stängel von Cruciata laevipes sind deutlich behaart, am Rheinufer bei Düsseldorf-Hamm, 18.04.2010, 31 m, 51° 10' 41 N, 06° 43' 59 Abb. 4 Stängel und Blütenstiele von Cruciata laevipes sind deutlich behaart. Am Rheinufer auf der Büdericher Insel bei Wesel, 30.04.2016, 15 m, 51° 38' 34 N, 06° 36' 26 O

Abb. 5 Sprossachsen von Cruciata laevipes. Am Rheinufer auf der Büdericher Insel bei Wesel, 30.04.2016, 15 m, 51° 38' 34 N, 06° 36' 26 O Abb. 6 Die Stängel von Cruciata laevipes sind meist aufsteigend, am Rheinufer auf der Büdericher Insel bei Wesel, 30.04.2016, 15 m, 51° 38' 34 N, 06° 36' 26 O

Der Gattungsname Cruciata Mill. ist abgeleitet von lat. "crux" (= Kreuz), nach den 4-zähligen Blattwirteln, die kreuzförmig stehen. Das Epitheton laevipes stammt von lat. "levis" (= glatt) und lat. "pes" (= Fuß), nach den kahlen Kronblättern?

Das Gewöhnliche Kreuzlabkraut ist ein immergrüner, dekorativer Frühlingblüher sind, der sich gut in Rabatte mit Exoten integrieren lässt. Ideal ist ein sonniger, warmer Standort.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Cruciata laevipes. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cruciata-laevipes.html am Tg.Mo.Jahr.

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