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Cyathea dregei Kunze
Drèges Baumfarn, Grasland Baumfarn, Cyatheaceae - Cyatheengewächse
bis 5 hoch, immergrün, mehrjährig

Drèges Baumfarn stammt aus dem Süden Afrikas, von Zimbabwe bis Madagaskar und zur Kap-Provinz. Die Pflanzen sind relativ häufig und wachsen in den Bergen, an Flussläufen, Waldrändern oder auf Grasland in Höhen von 900–1.800 m über NN. An vielen natürlichen Standorten treten regelämßig Feuer auf und die Art ist gut feuerresistent. Die Pflanzen bilden aufrechte, oft krumme und verzweigende Stämme (Caudices), die 20–45 cm im Durchmesser messen und dicht bedeckt von braunschwarzen Adventivwurzeln und Spreuschuppen sind. Innen ist der Caudex meist mehr oder weniger hohl. Die Wedel sind bis 2 m lang und 1 m breit, 2–3-fach gefiedert, mit der Spitze nach oben weisend, oberseits dunkel grün und unterseits blass grün, gelegentlich leicht behaart. Es gibt 12–20 gestielte, bis 50 cm lange, wechselständige Fiederpaare, die sitzende, bis 8 cm lange Fiederchen tragen. Die Wedelachse (Rachis) ist dicht haarig besetzt, mit zahlreichen braunen Spreuschuppen.


Abb. 1 Pflanze der Cyathea dregei mit 50 cm Caudex, Topfpflanze in einem Privatgarten, 23.08.2016 Abb. 2 Der Caudex (Stamm) von Cyathea dregei ist dicht bedeckt mit Adventivwurzeln, alten Blattscheiden und Spreuschuppen, Privatgarten, 23.08.2016

Abb. 3 Die Wedelachse (Rachis) von Cyathea dregei ist mehr oder weniger dicht mit kastanienbraunen Spreuschuppen bedeckt, Privatgarten, 23.08.2016 Abb. 4 Ein 3-fach gefiederter Wedel der Cyathea dregei mit typischen, leicht zickzackförmiger Wedelachse, Privatgarten, 23.08.2016

Abb. 5 Die Wedelstiele der Cyathea dregei sind dicht bedeckt mit kastanienbraunen Spreuschuppen, Privatgarten, 23.08.2016 Abb. 6 Entlang der Achsen der Fiederchensegmente von Cyathea dregei sitzen die hellbraunen Sporangien, Privatgarten, 23.08.2016


Der Gattungsname Cyathea L. stammt von gr. "kyathos" (= Becher), nach der Forum der Indusien (Häutchen) auf den Sporangien (Sporengefäße). Das Art-Epitheton dregei wurde zu Ehren des deutschen Pflanzensammlers Johann Franz Drège (1794-1881) etabliert, der ausgiebig in Südafrika botanische Feldforschung betrieb.

Zwar verträgt Drèges Baumfarn leichte Fröste, sollte jedoch frostfrei gehalten werden, da schon bei geringen Minusgraden die Wedel erfrieren. Die Pflanzen sollten halbschattig bis sonnig stehen, am besten in humusreicher, gut drainierender Erde und niemals komplett austrocknen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Cyathea dregei. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cyathea-dregei.html am Tg.Mo.Jahr.

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