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Cycas revoluta Thunb.
Sago-Palmfarn, Cycadaceae - Sago-Palmfarngewächse
Sommerblüher, VI–VIII, 3–9 m hoch, immergrün, mehrjährig

Der Sago-Palmfarn stammt aus Süd-Japan und einigen chinesischen Inseln, wo die Pflanzen in Wäldern oder Strauchgesellschaften auf Höhen von 100–500 m wachsen. Es sind die weltweit am häufigsten kultivierten Palmfarne und mithin durch kommerzielle Ausbeutung und Zerstörung der Naturstandorte auf dem chinesischen Festland inzwischen verschwunden. In Japan wird die Art noch nicht als bedroht eingestuft.

Die Pflanzen sind immergrün, bilden einen bis 8 m hohen und 95 cm im Durchmesser großen Stamm, am dem zahlreiche Brutknospen wachsen können oder der sich (reichlich) verzweigen kann. Die Stammspitze ist wollig, die Borke grau-schwarz und mit Schuppen bedeckt. Die Laubbätter sind hart ledrig, bis 140(–180) cm lang und 25 cm breit, einfach gefiedert mit 60–150 linearen, harten, spitzen Fiedern auf jeder Seite.

Der Gattungsname Cycas L. ist wohl auf eine fehlerhafte Überlieferung oder Interpretation von gr. "koix" (= Palmengewächs aus Ägypten, wahrscheinlich Hyphaene thebaica (L.) Mart.). Das Art-Epitheton revoluta stammt von lat. "revolutus" (= zurück gerollt), nach den linienförmigen, an den Rändern nach unten eingerollten Fiederblättchen, einem typischen Merkmal der Gattung Cycas an sich, welches diese von anderen Palmfarngewächsen unterscheidet.

Abb. 1 Cycas revoluta mit weiblichen Blütenständen vor der Mosteiro dos Jerónimos in Lissabon, 18.10.2009 Abb. 2 Weiblicher Blütenstand der Cycas revoluta vor dem Casino in Arco, Nord-Italien, 26.02.2006

Abb. 3 Cycas revoluta mit zahlreichen Bulbillen und Seitenästen im oberen Stammbereich vor dem Museo de Artes y Costumbres in Sevilla, 25.03.2008 Abb. 4 Cycas revoluta mit prächtigem Blattschopf in einem Privatgarten in Dubrovnik, Kroatien, 07.10.2015

Abb. 5 Cycas revoluta mit zahlreichen basalen Bulbillen und Seitenastbildung vor dem Torre de Belem in Lissabon, 18.10.2009 Abb. 6 Cycas revoluta-Pflanzen im Chinese Garden of Friendship in Sydney, Australien, 11.12.2016, Photo A. Härle


Wie andere Palmfarngewächse ist auch der Sago-Palmfarn keineswegs winterhart in Mitteleuropa. Geringe Fröste bis etwa –7 °C werden für kurze Zeit toleriert. Ein Auspflanzen ist nur mit aufwändigem Winterschutz erfolgversprechend. Alternativ ist eine Kultur im Container, Dekoration des Gartens im Sommer und Überwinterung im Kaltgewächshaus möglich. Während der warmen Jahreszeit die Pflanzen rauszustellen beugt auch relativ gut dem Bfall mit Schild- oder Wollläusen vor.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Cycas revoluta. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cycas-revoluta.html am Tg.Mo.Jahr.

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