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Cyclamen coum Mill.
  synonym: Cyclamen hiemale Hilebr.
                 Cyclamen hyemale Salib.
                 Cyclaminus coum (Mill.) Bergmans
Frühlings-Alpenveilchen, Freiland-Alpenveilchen, Primulaceae - Primelgewächse
Winter-Frühlingblüher, XII–IV, 10–20 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Frühlings-Alpenveilchen stammt ursprünglich aus dem Südosten Europas bis Israel und Mittelasien. Es besiedelt felsige, schattige Standorte in Wäldern und Strauchgesellschaften bis auf 2.150 m über Meereshöhe. Gelegentlich findet man es in Mitteleuropa in Siedlungsnähe eingebürgert.

Das Frühlings-Alpenveilchen gehört zu den echten Winterblühern. Die Knollen sind klein, glatt, dicht flaumhaarig, bis 3,5 cm im Durchmesser und wurzeln von der Basis aus. Die Laubblätter sind herzförmig bis fast kreisrund, 1,8–8 cm breit, 1,6–8,4 cm lang und nicht gesägt. Die Blüten sind weiß oder magenta bis rot und haben einen auffälligen, dunkel violetten Flecken an der Basis. Die Kronblätter (Petala) sind 7–15 mm lang, überlappend und fast kreisrund bis breit eiförmig.


Abb. 1 Weiße Blüten des Cyclamen coum mit dunkel violetten Flecken an der Basis Botanischer Garten Düsseldorf, 19.02.2014, Abb. 2 Cyclamen coum im halbschattigen Unterwuchs laubabwerfender Gehölze, Botanischer Garten Düsseldorf, 19.02.2014,

Abb. 3 Blüten und Laubblätter des Cyclamen coum im Winter im Botanischen Garten Wuppertal, 29.01.2021 Abb. 4 Massenbestand des Cyclamen coum auf kalkreichem Grund im Botanischen Garten Wuppertal, 29.01.2021

Abb. 5 Blütenteppich des Cyclamen coum im zeitigen Frühjahr, Botanischer Garten Düsseldorf, 19.02.2014, Abb. 6 Magenta-farbene und weiße Blüte von Cyclamen coum, Botanischer Garten Düsseldorf, 19.02.2014,


Der Gattungsname Cyclamen L. leitet sich von gr. "kyklos" (= Kreis) ab und beschreibt die Form der Knollen der Alpenveilchen. Das Epitheton coum stammt von gr. "Koios" (= koisch, von der Insel Kos) und bezieht sich auf die vermeintliche Herkunft der Art.

Für den Exotengarten ist Cyclamen coum eine dekorative Art, die durch ihre Blüte im Winter und zeitigen Frühjahr und den immergrünen Habitus besticht. Schwierige Stellen unter Bäumen, halbschattige oder lichtschattige Standorte im Garten sind gute Stellen für das Frühlings-Alpenveilchen. Dort können sich die Pflanzen langsam ausbreiten und herrliche Blütenteppiche bilden, wenn im Garten sonst noch wenig Farbe herrscht. Es gibt allerlei Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben und zahlreichen Blattmusterungen. Mischpflanzungen unterschiedlicher Sorten sind auch dekoratiov. Ein leicht kalkhaltiger Boden ist ideal.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.
Polunin, O. 2006: Flowers of Greece and the Balkans. – Oxford University Press, Oxford, New York, 592 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Cyclamen coum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cyclamen-coum.html am Tg.Mo.Jahr.

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