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Cyclamen coum Mill.
Frühlings Alpenveilchen, Primulaceae, Primelgewächse
Winter-Frühlingblüher, I–IV, 10–20 cm hoch, immergrün, mehrjährig.

Das Frühlings Alpenveilchen stammt aus dem Südosten Europas bis Israel und besiedelt felsige, schattige Standorte. Es ist an den kleinen Blüten mit ihren nur bis 1,5 cm großen, überlappenden Petala (Kronblättern) erkennbar. Sie sind weiß oder magenta bis rot farben und haben einen auffälligen, dunkel violetten Flecken an der Basis. Die Blätter sind ebenfalls relativ klein, 3–7 cm im Durchmesser, fast rund und in der Regel ohne Flecken und nicht gesägt. Die Knollen sind klein, bis maximal 3 cm im Durchmesser und wurzeln von der Basis aus.


Abb. 1 Die Blüten des Cyclamen coum, 19.02.2014, Botanischer Garten Düsseldorf Abb. 2 Cyclamen coum im halbschattigen Unterwuchs laubabwerfender Bäume, 19.02.2014, Botanischer Garten Düsseldorf Abb. 3 Blütenteppich des Cyclamen coum im zeitigen Frühjahr, 19.02.2014, Botanischer Garten Düsseldorf Abb. 4 Magenta-farbener Blüte von Cyclamen coum, 19.02.2014, Botanischer Garten Düsseldorf



Der Gattungsname Cyclamen L. leitet sich von gr. "kyklos" (= Kreis) ab und beschreibt die Form der Knollen der Alpenveilchen. Das Epitheton coum stammt von gr. "Koios" (= koisch, von der Insel Kos) und bezieht sich auf die vermeintliche Herkunft der Art.

Für den Exotengarten ist Cyclamen coum eine dekorative Art, die durch die Blüten im zeitigen Frühjahr und den immergrüner Habitus besticht. Schwierige Stellen unter Bäumen, halbschattige oder lichtschattige Standorte im Garen sind gute Stellen für das Frühlings Alpenveilchen. Dort können sich die Pflanzen langsam ausbreiten und herrliche Blütenteppiche bilden, wenn im Garten sonst noch wenig Farbe herrscht. Es gibt allerlei Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben und zahlreichen Blattmusterungen. Mischpflanzungen unterschiedlicher Sorten sind auch dekoratiov. Ein leicht kalkhaltiger Boden ist ideal.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Polunin, O. 2006: Flowers of Greece and the Balkans. – Oxford University Press, Oxford, New York, 592 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2014: Cyclamen coum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cyclamen-coum.html am Tg.Mo.Jahr.

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