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Cyperus alternifolius Thunb.
Zyperngras, Cyperaceae - Sauergrasgewächse
Sommerblüher, V–IX, 50–150 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Zyperngras stammt urspünglich von Madagaskar und den vorgelagerten Maskarenen-Inseln. Es sind Gräser die entlang von Gewässern und in Sümpfen wachsen. In warmen Regionen der Welt sind die Pflanzen mancherorts verwildert. Die Pflanzen bilden kurze, sich verzweigende Rhizome, aus deren Sprossenden die neuen Halme wachsen und so zu einer langsamen Ausbreitung des Zyperngrases führen. Die Halme sind 3-eckig und am Grunde mit roten oder dunkel-braunen Blattscheiden umgeben, die in kaum ausgebildeten Blattspreiten enden. Das was als "Blätter" wahrgenommen wird, sind Hochblätter der Blütenstände. Hierbei handelt es sich um 15–25 spiralig angeordnete, grüne, flache, bis 35 cm lange Hochblätter, oberhalb derer die Blütenstände und manchmal kurze Neutriebe stehen. Die Blüten sind 3-zählig und stehen in 15–30 spiralig angeordneten, hell-braunen Ähren. Später bilden sich 1 mm große Nussfrüchte.

Der Gattungsname Cyperus L. ist wohl auf eine fehlerhafte Überlieferung oder Interpretation von gr. "koix" (= Palmengewächs aus Ägypten, wahrscheinlich Hyphaene thebaica (L.) Mart.). Das Art-Epitheton alternifolius stammt von lat. "alternus" (= abwechselnd) und lat. "-folius" (= -blättrig), im Sinne von wechselblättrig, was sich beim C. alternifolius auf die Heterophyllie bezieht, die deutlich von den reduzierten Laubblättern im unteren Stängelbereich unterscheidbaren Hochblätter am Stängelende.

Abb. 1 Cyperus alternifolius in einem Pflanzbeet am Marktplatz des Städtchens Veli Ston in Kroatien, 09.10.2015 Abb. 2 Cyperus alternifolius in einem Pflanzcontainer vor der Altstadt von Dubrovnik, Kroatien, 06.10.2015

Abb. 3 Cyperus alternifolius mit zahlreichen Fruchtständen in der Altstadt von Dubrovnik, Kroatien, 07.10.2015


Wie andere Palmfarngewächse ist auch der Sago-Palmfarn keineswegs winterhart in Mitteleuropa. Geringe Fröste bis etwa –7 °C werden für kurze Zeit toleriert. Ein Auspflanzen ist nur mit aufwändigem Winterschutz erfolgversprechend. Alternativ ist eine Kultur im Container, Dekoration des Gartens im Sommer und Überwinterung im Kaltgewächshaus möglich. Während der warmen Jahreszeit die Pflanzen rauszustellen beugt auch relativ gut dem Bfall mit Schild- oder Wollläusen vor.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Cyperus alternifolius. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cyperus-alternifolius.html am Tg.Mo.Jahr.

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