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Daphniphyllum macropodum Miq.
Großes Lorbeerblatt, Daphniphyllaceae - Lorbeerblattgewächse
Vollfrühlingblüher, IV–V, 3–10(–20) m hoch, wintergrün, mehrjährig

Daphniphyllum macropodum ist eine immergrüner großer Strauch oder Baum aus dem Fernen Osten (China, Japan und Korea). Es erreicht an günstigen Standorten bis 20 m Höhe, bleibt aber zumeist kleiner. Das ledrige, glänzend grüne Blatt ist sehr dekorativ und gibt dem Großen Lorbeerblatt seinen Namen. Im Austrieb sind die Blätter rötlich, bronzefarben bis gold-glänzend. Die Blüten sind zweihäusig, unscheinbar, stehen in Trauben, ohne Kron- und Kelchblätter. Aus befruchteten weiblichen Blüten bilden sich zum Spätsommer bis Herbst hin 1 cm große, runde, rötlich braune Früchte.


Abb. 1 Exemplar des Daphniphyllum macropodum im Vollschatten von Laubbäumen, ungeschnitten, 02.04.2013, Botanischer Garten Freiburg Abb. 2 Daphniphyllum macropodum mit rötlichem bis bronzefarbenem Neuaustrieb im Frühling, 15.05.2013, Privatgarten

Abb. 3 Der Neuaustrieb des Daphniphyllum macropodum ist sehr farbenfroh und kann von karmesinrot bis bronzefarben alle möglichen Röt- und Gelbtöne annehmen, 22.05.2009, Privatgarten Abb. 4 Der relativ "einfache" Blütenstand des Daphniphyllum macropodum ohne Kelch- und Kronblätter, 15.05.2013, Privatgarten

Abb. 5 Großer Strauch des Daphniphyllum macropodum im Botanischen Garten Köln, 07.12.2016 Abb. 6 Junger, etwa 2 m hoher Strauch des Daphniphyllum macropodum in einem Privatgarten, 29.01.2017

Abb. 7 Ungewöhnlich sind Frostschäden beim Daphniphyllum macropodum wie hier am Neuaustrieb nach den unerwarteten, späten Aprilfrösten 2016, Privatgarten, 05.05.2017 Abb. 8 Die Frostschäden beim Daphniphyllum macropodum wachsen sich rasch wieder aus, 3 Wochen später am 26.05.2017



Der Gattungsname Daphniphyllum Blume setzt sich zusammen aus gr. "daphne" (= Lorbeerbaum) und gr. "phyllon" (= Blatt), ein Motiv welches auf der Ähnlichkeit der Blätter mit denen des Lorbeers beruht; Lorbeerblatt. Das Benennungsmotiv des Art-Epithetons macropodum ist nicht gesichert, gr. "macros" (= groß, lang) und gr. "pous" (= Fuß). Am wahrscheinlichsten liegt dem Epitheton die Morphologie der großen und bis zu 25 cm langen Blätter zugrunde.

Von Daphniphyllum macropodum sind im 20. Jahrhundert zahlreiche Varietäten beschrieben worden, von denen sicherlich einige für den Garten interessant wären, einschließlich panaschierter Sorten. Obwohl D. macropodum in den Wäldern am Naturstandorten Baumgröße erreicht, bleibt es (aus derzeitiger Sicht) im Garten meist ein moderater Strauch. Durch regelmäßgen Schnitt im Frühjahr können kompakte Formen erzielt werden. Die Blüte wird im Folgejahr an den geschnittenen Zweigen ausfallen. Daphniphyllum macropodum toleriert auch Vollschatten, wird dann eher ein lichter, sparriger Strauch. Um einen dichten, kompakten Strauch zu erhalten, wäre ein Standort in der Sonne, beziehungsweise regelmäßiger Schnitt hilfreich. Auch starken Rückschnitt ins Holz tolerieren die Pflanzen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Daphniphyllum macropodum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/daphniphyllum-macropodum.html am Tg.Mo.Jahr.

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