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Diospyros kaki Thunb.
  synonym: Embryopteris kaki (Thunb.) G. Don
Kakibaum, Lotospflaume, Ebenaceae - Ebenholzgewächse
Frühsommerblüher, V–VI, bis 27 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Kakibaum stammt ursprünglich aus China, wird aber weltweit in tropischen bis gemäßigten Zonen angebaut. Mancherorts ist die Art verwildert. Es sind laubabwerfende Bäume. Die Laubblätter sind lanzettlich, elliptisch oder eiförmig, 5–18 cm lang, 2,6–9 cm breit, papierartig, grün, anfangs flaumig behaart, später kahl, mit bis 2 cm langem Blattstiel. Männliche Blüten stehen in 3–5-blütigen Büscheln, sind klein, mit 6–10 mm langer, weißer, gelblich oder rötlicher Krone. Weibliche Blüten stehen einzeln, sind glockenförmig, 1–1,6 cm lang und gelblich-weiß. Später bilden sich bis 8,5 cm im Durchmesser große, flach kugelige Früchte, an denen die Kelchblätter haften. Die Farbe der Früchte variiert von gelb bis orangefarben. Die Samen sind bis 1,6 cm lang und dunkelbraun.

Abb. 1 Baum der Diospyros kaki mit Früchten im Örtchen Caldas de Monchique im Südwesten Portugals, Herbst 2001 Abb. 2 Fruchttragender Baum der Diospyros kaki im Stadtpark von Perpignan, 11.11.2004

Abb. 3 Fruchtender Baum der Diospyros kaki in einem Privatgarten in Rheinstetten, 16.07.2003 Abb. 4 Ungeschnittener, ausladend wachsender Baum der Diospyros kaki im Botanischen Garten Düsseldorf, 25.07.2003


Der Gattungsname Diospyros L. stammt von gr. "dios" (= göttlich) und gr. "pyros" (= Weizen), zu "göttlicher Weizen", nach den wohlschmeckenden Früchten. Das Art-Epitheton kaki stammt von jap. "kaki" (= Kakipflaume), dem in Japan gebräuchlichen Namen.

Diospyros kaki ist in den wintermilden Regionen winterhart. Da die Pflanzen laubabwerfend sind, vertragen sie durchaus tiefe Fröste. Während sehr kalter Winter können sie jedoch teilweise zurück frieren, was der Vitalität zumeist nur wenig schadet. Für Fruchtertrag ist daher ein sonniger, geschützter, möglichst warmer Standort empfehlenswert. Ansonsten sind die Pflanzen anspruchslos. Nicht alle der zahlreichen Sorten sind ausreichend winterhart, ebenso ist die Fruchtbildung unterschiedlich gut, je nach lokalem Klima und Standort. In sommerwarmen Gebieten des südlichen Rheinlands und kontinentalen Südosten Mitteleuropas ist dies in der Regel gegeben, während es weiter nördlich bisher nur spärliche Erfolge mit guten Ernten gibt.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Diospyros kaki. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/diospyros-kaki.html am Tg.Mo.Jahr.

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