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Dodonaea viscosa Jacq.
  synonym: Dodonaea angustifolia L. f.
                 Dodonaea bialata Kunth
                 Dodonaea burmanniana DC.
                 Dodonaea dioica Roxb. ex DC.
                 Dodonaea dombeyana Blume
                 Dodonaea eriocarpa f. galapagensis Sherff
                 Dodonaea eriocarpa var. vaccinioides Sherff
                 Dodonaea spatulata Sm.
                 Ptelea viscosa L.
Klebriger Lederstrauch, Sapindaceae - Seifenbaumgewächse
Herbstblüher, IX–XI, 1–3 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Klebrige Lederstrauch ist fast weltweit verbreitet in tropischen bis warm gemäßigten Zonen. Bevorzugt siedelt er an Waldrändern, in Strauchgesellschaften und entlang der Küsten. Es sind immergrüne, bis 3 m hohe Sträucher mit abgeflachten, schmal geflügelten, klebrigen Zweigen. Die Borke ist hellbraun und schilfert in länglichen Streifen ab. Die Laubblätter sind gegenständig, einfach, kurz gestielt, linear bis spatelförmig oder länglich oval, 5–12 cm lang, 0,5–5 cm breit, papierartig, klebrig, kahl, ganzrandig, gelegentlich mit gewelltem Rand. Die Blütenstände erscheinen terminal oder axillär in den oberen Bereichen der Zweige, sind dichtblütige Rispen, die kürzer als die Laubblätter sind. Die Einzelblüten haben einen 2–10 mm langen Stiel, 4 lanzettliche bis schmal elliptische, grün-bräunliche, 3 mm lange Kelchblätter. Kronblätter fehlen. Später bilden sich bis 2,5 cm breite und bis 2,2 cm lange Kapselfrüchte mit 2–3 Flügeln und 2–4 Kammern. Die 1–4 Samen sind linsenförmig bis kugelig, schwarz und 3–4 mm lang,

Entsprechend des weiten Verbreitungsgebietes ist die Art relativ variabel und es sind zahlreichen infraspezifische Taxa beschrieben. In Kultur finden sich zahlreiche Sorten, von denen jene mit rostroten Laubblätter relativ häufig angebaut werden.

Abb. 1 Die rostroten Laubblätter einer Dodonaea viscosa in einem Privatgarten in Ayamonte, Südwestspanien, 30.03.2008 Abb. 2 Die Blütenripsen von Dodonaea viscosa in einem Privatgarten in Ayamonte, Südwestspanien, 30.03.2008

Abb. 3 Geflügelte Früchte von Dodonaea viscosa in einem Privatgarten in Ayamonte, Südwestspanien, 30.03.2008


Der Gattungsname Dodonaea Mill. wurde zu Ehren des flämischen Botanikers Rembert Dodoens (1516/17–1585, lat. "Dodonaeus") etabliert. Das Epitheton viscosa leitet sich ab von lat "viscosus" (klebrig), nach der klebrigen Beschaffenheit der Pflanzen.

Dodonaea viscosa ist ein sehr ornamentaler Strauch, der allerdings nur geringe Fröste bis etwa –6 °C aushält. Die Kultur erfolgt in Mitteleuropa im Topf. Im Winter sollten die Temperaturen 5–15 °C betragen und der Standort sollte hell sein.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Dodonaea viscosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/dodonaea-viscosa.html am Tg.Mo.Jahr.

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