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Dryopteris wallichiana (Spreng.) Hyl.
Himalaya-Wurmfarn, Dryopteridaceae - Wurmfarngewächse
80–100(–140) cm hoch, sommer-(immer-)grün, mehrjährig

Der Himalaya-Wurmfarn stammt aus Südostasien, von Japan und Malaysia bis in den zentralen Himalaya (Bhutan, China, Indien, Myanmar, Nepal). Bevorzugt siedelt er in Höhen von 1.500–3.600 m über NN im Unterwuchs der Wälder, entlang von Gewässern oder auf lockeren Mauern. Es sind sommergrüne Pflanzen, die während milder Winter auch immergrün bleiben können, mit einem kurzen, bis etwa 20 cm langen, aufsteigenden Rhizom, welches von dunkel braunen, an der Basis schwarzen, bis 2 cm langen, lanzettlichen Spreuschuppen bedeckt ist. Die grünen, matt glänzenden Wedel sind bis 2 m lang, lanzettlich, 2-fach gefiedert, langsam verschmälernd nahe der Basis. Es gibt 25–30 Paare von wechselständigen, bis 14 cm langen, 2,5–3 cm breiten, kurz gestielten Fiederblättern. Die Fiederblätter tragen 12–22 Paare von länglichen, am Ende abgerundeten, 6–8 mm breiten Fiederblättchen. Die Sori stehen mit 4–6 Paaren auf jedem Fiederblättchen und sind von rundlichen bis nierenförmigen, braunen Häutchen (Indusien) bedeckt.


Abb. 1 Sich entrollender Wedel der Dryopteris wallichiana mit den länglichen, dunkelbraunen Spreuschuppen auf der Rhachis, Privatgarten, 20.04.2016 Abb. 2 Dicht von dunkelbraunen Spreuschuppen bedeckter, sich entrollender Wedel der Dryopteris wallichiana, Privatgarten, 20.04.2016


Der Gattungsname Dryopteris Adans. stammt von gr. "drys" (= Eiche) und gr. "pteris" (= Flügel, Farn), zu "Eichenfarn", übertragen auf eine Farn- oder Moossippe die an Eichen wächst. Ein Motiv, das sich wohl auf den in gemäßigten Breiten häufig in Eichenmischwäldern wachsenden Männerfarn, D. filix-mas (L.) Schott, bezieht. Das Epitheton wallichiana wurde zu Ehren des britischen Botanikers Nathanael Wallich (1786–1854) etabliert.

Dryopteris wallichiana eignet sich gut für lichten Schatten und erreicht mit ihren großen Wedeln tropische Ausmaße. Meist sind die Pflanzen sommergrün, bei mildem Witterungsverlauf bleiben die Wedel den Winter über erhalten. Die Winterhärte ist in ganz Mitteleuropa ausreichend.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Dryopteris wallichiana. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/dryopteris-wallichiana.html am Tg.Mo.Jahr.

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