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Echinophora spinosa
L.
Starre Stacheldolde, Apiaceae - Doldenblütler
Sommerblüher, VI–X, 20–80 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Bie Starre Stacheldolde stammt aus dem Westlichen Mittelmeergebiet bis Griechenland, wo die Pflanzen an den Sandstränden der Küsten wachsen. Die pflanzen sind immergrün, bewehrt, graugrün und behaart. Die Laubblätter sind 2–3-fach gefiedert mit fleischigen und steifen Abschnitten, die dornige Spitzen tragen. Die Dolden bestehen aus 4–8 Döldchen und haben 5–10 spitz zulaufende, 3-eckige Hüllblätter mit häutigem Rand (Hüllblätter sind bei Doldenblütler die Hochblätter direkt unterhalb des Blütenstandes, Hüllchenblätter jene unterhalb der Teildolden = Döldchen). Hüllchenblätter unterhalb der Döldchen sind ebenfalls spitz zulaufend, 3-eckig und strahlend (die äußeren größer und abstehend). Die Kronblätter sind weiß, gelegentlich rosa, ebenfalls strahlend. In der Mitte jedes Döldchens findet sich eine zwittrige Blüte, die von mehreren männlichen Blüten umgeben ist. Die Stiele der männlichen Blüten sind mit dem Fruchtknoten verbunden und bilden später eine Hülle um die Frucht.


Abb. 1 Blütendolde von Echinophora spinosa am Strand von San Giovanni, Muravera, Sardinien, 22.10.2016, 1 m, 39° 23' 34 N, 09° 36' 33 O Abb. 2 Fruchtdolde von Echinophora spinosa mit den Resten der männlichen Blütenstiele, die den Fruchtknoten umhüllen. Strand von San Giovanni, Muravera, Sardinien, 22.10.2016, 1 m, 39° 23' 36 N, 09° 36' 33 O

Abb. 3 Die 2–3-fach gefiederten Laubblätter von Echinophora spinosa. Strand von San Giovanni, Muravera, Sardinien, 22.10.2016, 1 m, 39° 23' 36 N, 09° 36' 33 O Abb. 4 Laubblatt von Echinophora spinosa mit den dornigen Abschnitten. Strand von San Giovanni, Muravera, Sardinien, 22.10.2016, 1 m, 39° 23' 36 N, 09° 36' 33 O

Abb. 5 Gelegentlich gibt es rosafarbene Kronblätter bei Echinophora spinosa. Strand von San Giovanni, Muravera, Sardinien, 22.10.2016, 1 m, 39° 23' 36 N, 09° 36' 33 O Abb. 6 Jungpflanze von Echinophora spinosa mit den typischen Laubblättern. Strand von San Giovanni, Muravera, Sardinien, 22.10.2016, 0 m, 39° 23' 38 N, 09° 36' 37 O

Abb. 7 Blühende Pflanze der Echinophora spinosa am Strand bei Torre Salinas, Muravera, Sardinien, 22.10.2016, 4 m, 39° 22' 02 N, 09° 35' 58 O Abb. 8 Blütenstand von Echinophora spinosa mit den strahlenden Kron- und Hüllchenblättern. Strand bei Torre Salinas, Muravera, Sardinien, 22.10.2016, 4 m, 39° 22' 02 N, 09° 35' 58 O


Der Gattungsname Echinophora L. stammt wahrscheinlich von gr. "echinos" (= Igel) und gr. "-phoros" (= -tragend), zu "stacheltragend", nach dem bewehrten Habitus der Pflanzen. Das Epitheton spinosa basiert auf lat. "spinosus" (= stachelig, dornig), ebenfalls nach der bewehrten Architektur.

Freilanderfahrungen mit der Starren Stacheldolde gibt es so gut wie gar nicht, gleichwohl es sich um bizarre Pflanzen mit auffälliger Architektur handelt. Die Winterhärte ist auch zweifelhaft.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Echinophora spinosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/echinophora-spinosa.html am Tg.Mo.Jahr.

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