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Eleutherococcus senticosus (Rupr. ex Maxim.) Maxim.
  synonym: Acanthopanax cuspidatus var. tienchuanensis G. Hoo
                 Acanthopanax senticosus (Rupr. ex Maxim.) Harms
                 Hedera senticosa Rupr. ex Maxim.
Dornige Scharlachbeere, Borstige Fingeraralie, Araliaceae - Araliengewächse
Spätsommerblüher, VII–IX, 4–6 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Dornige Scharlachbeere stammt aus Ostasien (China, Japan, Korea und Russland), wo die Pflanzen in Wäldern, Strauchgesellschaften und entlang von Straßenrändern bis auf 2.000 m über Meereshöhe wachsen.

Es sind aufrecht bis ausladend wachsende Sträucher bis 6 m Höhe, gelegentlich auch kletternd. Die Zweige sind kahl und weisen mehr oder weniger viele, schlanke Dornen auf. Die Laubblätter haben einen 3–12 cm langen, oft stacheligen Stiel, sind 3–5-teilig, unterseits flaumig behaart und oberseits spärlich behaart. Die Blattabschnitte sind gestielt, länglich oval oder länglich eiförmig, 5–13 cm lang, 3–7 cm breit und doppelt gesägt. Der Gesamtblütenstände sind terminale oder subterminale Rispen, die aus 1–6 kugeligen Dolden bestehen und einen kahlen, 5–7 cm langen Blütenstandsstiel aufweisen. Die Einzelblüten haben purpurfarbene bis gelbe Kronblätter und 1–2 cm lange, kahle oder flaumig behaarte Stiele. Die Kelche sind ganzrandig oder haben 5 kleine Zähne. Später bilden sich ovale bis kugelige, etwa 8 mm im Durchmesser große Beerenfrüchte mit persistierendem, etwa 1,5 mm langem Griffel.


Abb. 1 Kugelige Blütendolde und Gesamtblütenstand des Eleutherococcus senticosus im Botanischen Garten Düsseldorf, 08.08.2021 Abb. 2 Laubblätter und Blütendolden von Eleutherococcus senticosus im Botanischen Garten Düsseldorf, 08.08.2021


Der Gattungsname Eleutherococcus Maxim. stammt von gr. "eleutheros" (= frei) und gr. "kokkos" (= Beere), mit nicht eindeutigem Benennungsmotiv der Beerenfrüchte. Das Art-Epitheton senticosus stammt von lat. "senticosus" (= stachelig, dornig).

Die Dornige Scharlachbeere ist winterhart bis Z 7b. Sie eignet sich für tropisches Design in der Gehölzpflanzung an halbschattigem bis sonnigem Standort. Die Pflanzen sind anspruchslos.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Eleutherococcus senticosus. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/eleutherococcus-senticosus.html am Tg.Mo.Jahr.

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