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Eleutherococcus sessiliflorus (Rupr. & Maxim.) S. Y. Hu
  synonym: Acanthopanax sessiliflorus (Rupr. & Maxim.) Seem.
                 Panax sessiliflorus Rupr. & Maxim.
Mandschurische Scharlachbeere, Araliaceae - Araliengewächse
Sommerblüher, VIII–IX, bis 5 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Mandschurische Scharlachbeere stammt aus Nordchina und Korea, wo die Pflanzen in Strauchgesellschaften und Wäldern in Höhen von 100–1.000 m über NN wachsen. Es sind laubabwerfende Sträucher oder kleine Bäume mit mehreren Stämmen und unbewehrten Zweigen oder gelegentlich mit wenigen Dornen. Die Stämme sind locker unregelmäßig verzweigt mit grauer, glatter Borke, auf der sich Korkwarzen befinden. Die Laubblätter haben 3–12 cm lange, mit kleinen Stacheln bewehrte Blattstiele und sind in 3–5 Abschnitte geteilt. Die Abschnitte sind 2–10 mm gestielt, verkehrt eiförmig bis länglich oval oder lanzettlich, 8–18 cm lang, 3–7 cm breit, kahl, grün und unregelmäßig gesägt. Der Blütenstand ist eine vielblütige, terminale Gesamtrispe, die aus 3–6 fast kugeligen Teildolden besteht. Die Teildolden haben einen 0,5–3 cm langen.dicht behaarten Stiel. Die Einzelblüten sind sitzend. Die kelche sind weiß flaumig behaart und haben 5 Zähnchen. Die Krone ist purpurfarben. Später bilden sich purpurfarbene, mehr oder weniger kugelige, 1–1,5 cm große Steinfrüchte mit persitierendem, etwa 3 mm langem Griffel.


Abb. 1 Kronenbereich eines Eleutherococcus sessiliflorus im Botanischen Garten Bochum, 30.08.2020 Abb. 2 Glatte, graue Borke von Eleutherococcus sessiliflorus mit Korkwarzen, im Botanischen Garten Bochum, 30.08.2020

Abb. 3 Fruchtstand von Eleutherococcus sessiliflorus mit noch unreifen Früchten und persistierendem Griffel. Botanischer Garten Bochum, 30.08.2020 Abb. 4 Blüten-, Fruchtstände und Laubblätter von Eleutherococcus sessiliflorus im Botanischen Garten Bochum, 30.08.2020

Abb. 5 Blüten-, Fruchtstände und Laubblätter von Eleutherococcus sessiliflorus im Botanischen Garten Bochum, 30.08.2020 Abb. 6 Blütenstand eines Eleutherococcus sessiliflorus im Botanischen Garten Bochum, 30.08.2020


Der Gattungsname Eleutherococcus Maxim. stammt von gr. "eleutheros" (= frei) und gr. "kokkos" (= Beere), mit nicht eindeutigem Benennungsmotiv der Beerenfrüchte. Das Art-Epitheton setchuenensis stammt von lat. "sessilis" (= sitzend) und "-florus" (= -blütig), nach den ungestielten Einzelblüten.

Die Mandschurische Scharlachbeere ist winterhart bis Z 7b. Sie eignet sich für tropisches Design in der Gehölzpflanzung an halbschattigem Standort. Die Pflanzen sind anspruchslos.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Eleutherococcus sessiliflorus. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/eleutherococcus-sessiliflorus.html am Tg.Mo.Jahr.

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