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Equisetum sylvaticum L.
Wald-Schachtelhalm, Duwock, Equisetaceae - Schachtelhalmgewächse
Frühlingblüher, IV–V, 15–50 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Wald-Schachtelhalm tritt in Mitteleuropa fast überall verbreitet auf, im Nordwesten zerstreut und den Trockengebieten selten. Sein Verbreitungsgebiet ist zirkumpolar. Bevorzugt siedeln die Pflanzen in feuchten und nassen Wäldern, Wäldern und Äckern.

Die Pflanzen bilden unterirdische Ausläufer und Sprossknollen. Im Frühjahr erscheinen die ährentragenden und ähnlich gestalteten, ährenlosen Sprosse etwa gleichzeitig. Die Stängel sind quirlästig, haben 10–18 Rippen und einen Durchmesser von 1,5–3 mm. Die Stängelscheiden sind abstehend mit 3–6 häutigen Lappen. Die Äste sind 4–5-rippig, überhängend, 2–3 mal verzweigt, mit abstehenden Astscheiden, die lange, spitze Zähne tragen. Ährentragende Sprosse sind weißlich bis bräunlich, nach der Sporenreife ergrünend.


Abb. 1 Spross des Equisetum sylvaticum mit den abstehenden Astscheiden, in einem feuchten Gebüschsstreifen am Roßkopf, Sylvensteinsee, 29.05.2021, 1.008 m, 47° 33' 07 N, 11° 30' 43 O Abb. 2 Ähre des Equisetum sylvaticum in einem feuchten Gebüschsstreifen am Roßkopf, Sylvensteinsee, 29.05.2021, 1.008 m, 47° 33' 07 N, 11° 30' 43 O

Abb. 3 Fertiler Spross des Equisetum sylvaticum mit Ästen und Ähre, Gebüschsstreifen am Roßkopf, Sylvensteinsee, 29.05.2021, 1.008 m, 47° 33' 07 N, 11° 30' 43 O Abb. 4 Steriler Spross (links) des Equisetum sylvaticum in einem feuchten Gebüschsstreifen am Roßkopf, Sylvensteinsee, 29.05.2021, 1.008 m, 47° 33' 07 N, 11° 30' 43 O


Der Gattungsname Equisetum L. stammt von lat. "equus" (= Pferd) und lat. "saeta" (= Haar, Borste), nach den scheinbar blattlosen Ästen des Schachtelhalms, die der Nackenmähne der Pferde ähnlich sehen. Das Epitheton sylvaticum stammt von lat. "sylvaticus" (= Wald-)und verweist auf den bevorzugten Standort.

Für feuchte Stellen im Garten ist Equisetum sylvaticum geeignet, sollte jedoch nur gesetzt werden, falls eine Ausbreitung unproblematisch ist. Die Pflanzen harmonisieren gut mit Großblattstauden und tolerieren sumpfigen Boden und zeitweise Überflutung.

Literatur
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Equisetum sylvaticum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/equisetum-sylvaticum.html am Tg.Mo.Jahr.

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