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Eryngium agavifolium Griseb.
Agavenblättriges Mannstreu, Apiaceae - Doldenblütler
Sommerblüher, VI–IX, 20–100 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Agavenblättrige Mannstreu stammt aus Argentinien, den nördlichen Provinzen Cordoba, San Luis und Santiago del Estero, wo die Pflanzen bis in Höhen von 1.000 m wachsen. Es sind immergrüne, unbehaarte, glänzend grüne Pflanzen mit aufrechten, verzweigten Stämmchen. Basal bilden sie eine oder mehrere Rosetten mit Laubblättern bis 35 cm Länge, die randständig zahlreiche Zähnchen tragen. Die Stammblätter sind kürzer. Im Sommer zeigen sich Blütenstände mit zahlreichen, weiß-grünlichen Blütenköpfen mit ebenfalls zähnchentragenden Hochblättern. Die Früchte sind rundlich, bis 2,5 mm groß.


Abb. 1 Eryngium agavifolium mit den dekorativen, glänzend grünen Laubblättern im südexponierten Staudenbeet, Privatgarten, 12.06.2015 Abb. 2 Blütenkopf des Eryngium agavifolium mit den zähnchentragenden Hochblättern, Privatgarten, 12.06.2015

Abb. 3 Stängel und deutlich gezähnte Laubblätter des Eryngium agavifolium, Privatgarten, 28.06.2014 Abb. 4 Ein Blütenkopf von Eryngium agavifolium wie Abb. 2 in einem Privatgarten, 12.06.2015

Abb. 5 Blühendes Eryngium agavifolium im Xerophytenbeet im Sommer in einem Privatgarten, 21.06.2002 Abb. 6 Etwa 2-jährige, junge Topfpflanze 20–30 cm des Eryngium agavifolium im 2L-Topf


Nicht gesichert ist die Ableitung des Gattungsnamens Eryngium L., der bereits antik genutzt und wohl so von Linné übernommen wurde; schon bei Aristoteles gr. "eryggion" (= distelförmiger Doldenblütler). Das Epitheton agavifolium stammt von lat. "agave" (= Agave) und lat. "folius" = (= -blättrig) und bezieht sich auf Morphologie der Laubblätter.

Gleichwohl das Agavenblättrige Mannstreu aus Südamerika stammt, sind es robuste Pflanzen, die bis Z 7b winterhart sind. Zum Anbau im Garten benötigt man einen trockenen, gut drainierten, sonnigen Standort. Es bieten sich Sukkulentenbeete, Steingärten oder das warme mediterrane Beet an. Mit ihrem spektakulären Laub zieren die Pflanzen den Garten auch im Winter. Im Laufe der Jahre bilden sich mehrere, prächtige Rosetten, aus denen sich im Sommer bizarre Blütenstände erheben, die bis in den Herbst über dem Beet thronen und eine bemerkenswerte Architektur haben. Eryngium agavifolium ist relativ kurzlebig, sät sich aber auf offenen, sukkulentenfreundlichen Böden gerne aus, so dass sich die Bestände stabil halten. In der Umgebung vitaler Pflanzen keimen die winzigen Samen nicht, sondern erst wenn die "Mutterpflanzen" absterben. Schwere, feuchte Böden sind zu meiden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Eryngium agavifolium. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/eryngium-agavifolium.html am Tg.Mo.Jahr.

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