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Eucalyptus niphophila Maiden & Blakely
    = E. pauciflora ssp. niphophila (Maiden & Blakely) L. A. S.  Johnson & Blaxell
Schnee-Eukalyptus, Myrtaceae - Myrthengewächse
Sommerblüher, VI–IX, 1–6 m hoch, immergrün, mehrjährig

Der Schnee-Eukalyptus stammt aus dem Südosten Australiens, Viktoria und NSW, und wächst dort bis hinauf an die Baumgrenze auf Hochebenen und Gebirgsketten, meist in artenreinen Populationen. Es ist die Eucalyptus vom kältesten Standort der Gattung und mithin gehört sie zu den frosthärtesten. Es sind Sträucher oder kleine Bäume die sich oft schon unten verzweigen. Die Blätter sind breit lanzettlich bis schmal oval, zugespitzt, bis 8 cm lang, grün bis blau-grün, gestielt und die randständige Nervatur liegt bis 1 mm vom Rand entfernt. Die Blüten stehen in 7–11-blütigen Dolden, die Blütenknospen sind bereift und nicht eckig.


Abb. 1 Blüten der Eucalyptus niphophila in den verschiedenen Stadien der Öffnung des Blütendeckels (Operculum), 02.05.2007, Privatgarten Abb. 2 Blätter, Verzweigung und Blattknospen im oberen Kornenbereich der Eucalyptus niphophila, 08.04.2010, Botanischer Garten Basel


Abb. 3 Junger Baum der Eucalyptus niphophila mit Herkunftsangabe Mt. Kosciusco im Botanischen Garten Basel, 08.04.2010 Abb. 4 Blüten und graublaue Laubblätter von Eucalyptus niphophila im Frühling in einem Privatgarten, 05.05.2007


Der Gattungsname Eucalyptus L'Hér. leitet sich ab von gr. "eu" (= schön) und gr. "kalyptos" (= verborgen) und beschreibt die Blütenknospen, die vor dem Aufblühen von einem Deckel (Operculum) verdeckt werden. Mithin wäre eine Lehnübersetzung als "Schöndeckel" möglich, zumal es auch mal den Versuch gab, die Gattung Eucalyptus in zwei Gruppen einzuteilen, einerseits in die Gruppe "Monocalyptus" mit einem Operculum und andererseits Symphyomyrtus Schauer mit zwei Opercula.

Das Epitheton niphophila stammt von gr. "nipha" (= Schnee) und gr. "philos" (= Freund) zu schneeliebend, als Referenz auf den Naturstandort.

Die Unterscheidung von den anderen Unterarten der Eucalyptus pauciflora gestaltet am einfachsten anhand der Blütenknospen. Bei der ssp. pauciflora Sieber ex Sprengel sind diese nicht bereift, bei der ssp. debeuzevillei (Maiden) L. A. S.  Johnson & Blaxell bereift und eckig, während sie bei der ssp. niphophila bereift und nicht eckig sind.


Abb. 5 Borke, Blüten und Laubblätter von Eucalyptus niphophila, Privatgarten, 22.07.2003 Abb. 6 Die Blüten von Eucalyptus niphophila stehen in kleinen Dolden zu 7–11, Privatgarten, 24.05.2008

Abb. 7 Etwas größerer Baum der Eucalyptus niphophila in einem Privatgarten, 21.07.2007 Abb. 8 Mehrstämmiger, etwa 5 m hoher Baum von Eucalyptus niphophila im Sommer, Privatgarten, 24.05.2008


Die Winterhärte dürfte für besonders milde Standorte in Z 8 reichen, wenn in harten Wintern bedarfsweise Schutz in den erreichbaren Partien angebracht wird. Bei etwa –12 °C bis –19 °C kommt es zu Frostschäden. Komplettes Zurückfrieren führt meist zum Verlust der Pflanzen. Die sensationellen –23 °C am Naturstandort (Charlotte-Pass) sind nicht auf Mitteleuropa übertragbar, da die Pflanzen hier wesentlich anderen klimatischen Stressoren ausgesetzt sind. Siehe auch Eucalyptus-Seite.

Referenzen
Chippendale, G. M. 1988: Eucalyptus, Angophora (Myrtaceae). – Flora of Australia, 19, Australian Governmant Publishing Services, Canberra, 543 S.
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Eucalyptus niphophila. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/eucalyptus-niphophila.html am Tg.Mo.Jahr.

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