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Euonymus alatus (Thunb.) Siebold
  synonym: Celastrus alatus Thunb.
                 Celastrus striatus Thunb.
                 Euonymus arakianus Koidz.
                 Euonymus ellipticus (C. H. Wang) C. Y. Cheng
                 Euonymus kawachianus Nakai
                 Euonymus loeseneri (Thunb.) Makino
                 Euonymus sacrosanctus Koidz.
                 Euonymus striatus (Thunb.) Loes.
                 Euonymus subtriflorus Blume
                 Euonymus thunbergianus Blume
                 Euonymus verrucosus var. tchefouensis Debeaux
                 Microrhamnus taquetii H. Lév.
Korkflügelstrauch, Celastraceae - Spindelbaumgewächse
Frühlingblüher, IV–VI, 1–4 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Korkflügelstrauch ist ein laubabwerfender Strauch aus Ostasien (China, Japan, Korea und Russland), wo die Pflanzen in Wäldern und Strauchgesellschaften von Meereshöhe bis auf 2.700 m über NN wachsen. Typischerweise haben junge Zweige 2 oder 4 Flügelleisten aus Kork, sind 4-kantig, grün oder braun. Die Laubblätter sind sitzend oder kurz gestielt, oval bis länglich-eiförmig, bis 10 cm lang und 4 cm breit. Die Blüten sind 4-zählig, 9 mm im Durchmesser mit grünen oder gelblich-grünen Kronblättern und sie stehen in Büscheln zu 3, selten mehr. Später bilden sich rote Kapselfrüchte, die bei Reife dunkelbraun bis grau werden, aufspringen und orangerosa bis hellrote Samen mit Arillus (= Samenmantel) freigeben.


Abb. 1 Untere Stammpartie mit grauer, feinrissiger Borke und Resten der Korkleisten bei einem Euonymus alatus, 12.05.2014, Privatgarten Abb. 2 Weiße, meist zu 3 stehende Blüten und Korkleisten an den Zweigen bei einem Euonymus alatus, 12.05.2014, Privatgarten

Abb. 3 Zweige des Euonymus alatus mit Korkleisten und Knospen, die nach den Osterfrösten 2017 erfroren sind, 15.06.2017, Privatgarten


Nicht gesichert ist das Benennungsmotiv des Gattungsnamens Euonymus L. Er leitet sich ab von gr. "eu" (= schön) und gr. "onoma" (= Name) und bedeutet "von gutem Rufe". Möglicherweise ist es eine euphemistische Benennung - die Pflanzen sind ja giftig; möglicherweise ist es auch eine deskriptive Symbolik. Das Epitheton alatus stammt von lat. "alatus" (= geflügelt), nach den geflügelten Zweigen.

Euonymus alatus wird insbesondere wegen der bizarren Architektur gerne in Gärten oder auf öffentlichen Flächen angebaut. Die Pflanzen sollten halbschattig stehen, an einer geschützten Stelle, da der Austrieb spätfrostgefährdet ist.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Euonymus alatus. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/euonymus-alatus.html am Tg.Mo.Jahr.

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