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Euonymus wilsonii Sprague
Wilsons Pfaffenhütchen, Wilsons Spindelstrauch, Celastraceae - Spindelbaumgewächse
Beginn Frühsommerblüher, IV–V, 3–4 m hoch, immergrün, mehrjährig

Wilsons Pfaffenhütchen stammt aus Süd-China, wo die Pflanzen in Strauchgesellschaften und Wäldern in Höhen von 1.000–2.600 m über Meeresspiegel. Es sind immergrüne Sträucher mir kräftigen Zweigen, die sich an anderen Sträuchern oder Bäumen lehnen und "klettern". Die Zweige sind grün, oft mit braunen Streifen. Die Laubblätter sind ledrig oder papierartig, gestielt, elliptisch, 10–15 × 2,5–4,5 cm, basal ganzrandig, distal mit gesägtem Rand, mit 6–8 Seitennervenpaaren. Die Blütenstände sind dichotom verzweigt, vielblütig. Die Blüten stehen zu 4, sind 6–7 mm groß, haben gelblich-grüne Kronblätter und sind gestielt. Besonders auffällig sind die rosa bis roten, vierkantigen, rundlichen Früchte, die bei Reife aufspringen und orangerosa bis hellrote Samen mit Arillus (= Samenmantel) freigeben.


Abb. 1 Orangefarbene Kaspelfrüchte der Euonymus wilsonii im Palmengarten Frankfurt, 25.01.2015 Abb. 2 Laubblätter, Zweige und Kaspelfrüchte der Euonymus wilsonii im Palmengarten Frankfurt, 25.01.2015

Abb. 3 Strauch der Euonymus wilsonii an einem halbschattigen Standort im Palmengarten Frankfurt, 25.01.2015


Nicht gesichert ist das Benennungsmotiv des Gattungsnamens Euonymus L. Er leitet sich ab von gr. "eu" (= schön) und gr. "onoma" (= Name) und bedeutet "von gutem Rufe". Möglicherweise ist es eine euphemistische Benennung - die Pflanzen sind ja giftig; möglicherweise ist es auch eine deskriptive Symbolik. Das Epitheton wilsonii wurde zu Ehren des Pflanzensammlers Ernest Henry "Chinese" Wilson (1876–1930) etabliert, der unter anderem in China Arten entdeckte. Der deutsche Name Spindelstrauch soll daher stammen, dass das Holz früher zur Herstellung der Webspindeln und anderweitig handwerklich genutzt wurde.

Euonymus wilsonii wird nur selten in Gärten kultiviert. Die Pflanzen sollten halbschattig stehen, an einer geschützten Stelle. Wie gut die WInterhärte ist, kann nur spekuliert werden, wahrscheinlich bis Z 7b.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Euonymus wilsonii. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/euonymus-wilsonii.html am Tg.Mo.Jahr.

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