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Fallopia dumetorum (L.) Holub
  synonym: Bilderdykia dumetora (L.) Dumort.
                 Fagopyrum dumetorum (L.) Schreb.
                 Polygonum dumetorum L.
                 Tiniaria dumetora (L.) Opiz
Hecken-Flügelknöterich, Hecken-Windenknöterich, Polygonaceae - Knöterichgewächse
Sommerblüher, VII–IX, 1–3 m lang, sommergrün, einährig

Der Hecken-Flügelknöterich tritt in Mitteleuropa zerstreut bis verbreitet auf, im südlichen Bergland und den Alpen eher selten. Das Verbreitungsgebiet ist eurasisch. Bevorzugt siedeln die Pflanzen an Waldsäumen, in Hecken und Ufergebüschen. Die Pflanzen sind windend und haben glatte, fast runde Stängel. Die Laubblätter sind herzförmig. Die Blüten erscheinen in traubigen Blütenständen, sind grünlichweiß, mit 3–4 mm langen Perigonblättern. Zur Fruchtzeit bilden die äußeren 3 Perigonblätter deutliche, zur Basis verschmälerte Flügel, im Gegensatz zum ähnlichen Acker-Flügelknöterich, Fallopia convolvulus (L.) Á. Löve, der keine oder nur schwache Flügel ausbildet. Die an den Blütenständen zuerst gebildeten Früchte sind aber oft ungestielt und haben mehr oder weniger reduzierte Flügel. Die reifen Früchte sind am Grund in einen langen, stielartigen Fortsatz verschmälert. Die Früchte sind glatt, schwarz, glänzend und 2,5–3,5 mm lang.


Abb. 1 Fruchtstand der Fallopia dumetorum mit geflügelten und lang gestielten Früchten, Zaun in Neuss-Helpenstein, 07.09.2019, 41 m, 51° 08' 39 N, 06° 39' 48 O Abb. 2 Die Fruchtstände der Fallopia dumetorum stehen meist aufrecht bis überhängend, Zaun in Neuss-Helpenstein, 07.09.2019, 41 m, 51° 08' 39 N, 06° 39' 48 O

Abb. 3 Herzförmiges Laubblatt der Fallopia dumetorum, Zaun in Neuss-Helpenstein, 07.09.2019, 41 m, 51° 08' 39 N, 06° 39' 48 O


Der Gattungsname Fallopia L. wurde zu Ehren von Gabriele Fallopio (1523–1562) etabliert, einem italienischen Arzt. Das Epitheton dumetorum stammt von lat. "dumetum" (= wilde Hecke, Dickicht) und bezieht sich den Naturstandort. Dumetorum ist der Genitiv Plural (Knöterich der Hecken).

Fallopia dumetorum sind Kletterpflanzen mit dekorativem Fruchtschmuck im Spätsommer bis in den Herbst hinein. Der Standort sollte sonnig, eventuell auch halbschattig sein.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Fallopia dumetorum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/fallopia-dumetorum.html am Tg.Mo.Jahr.

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