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Galinsoga quadriradiata Ruiz & Pav.
   synonym: Galinsoga ciliata (Raf.) S F. Blake
Zottiges Franzosenkraut, Behaartes Franzosenkraut, Behaartes Knopfkraut, Asteraceae (Compositae) - Korbblütler
Ende Frühsommerblüher, V–X, 10–80 cm hoch, sommergrün, einjährig

Das Zottige Franzosenkraut ist in Mitteleuropa häufig und in den meisten Bundesländern verbreitet bis gemein. Ursprünglich stammt es aus dem subtropischen bis montanen Südamerika und ist seit etwa 1850 in Mitteleuropa nachgewiesen und inzwischen eingebürgert. Es besiedelt Äcker, Gärten, Weinberge, Ruderalfluren und gestörte Flächen. Stellenweise tritt es in Massen auf und wird in manchen Gärten als Unkraut empfunden. Die Pflanzen wachsen aufrecht und sind am Stängel dicht abstehend zottig behaart, unter den Blütenköpfchen zudem drüsig besetzt. Die Laubblätter sind entfernt grob gesägt, gegenständig und eiförmig. Die Zungen der 4–5 Randblüten sind weiß, gut entwickelt und mindestens so lang wie die Hälfte der Blütenstandsscheibe. Das "Fallschirmchen" (= Pappus) der Zungenblüten ist gut ausgebildet.
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Abb. 1 Blüten der Galinsoga quadriradiata mit den (hier 5) weißen Zungenblüten und den zahlreichen gelben Röhrenblüten. Ruderalflur an einer Sandsteinmauer in Wuppertal-Barmen, 155 m, 51° 16' 12 N, 07° 12' 04 O, 23.07.2016 Abb. 2 Mehrere Pflanzen von Galinsoga quadriradiata an einer Sandsteinmauer in Wuppertal-Barmen, 155 m, 51° 16' 12 N, 07° 12' 04 O, 23.07.2016

Abb. 3 Blütenstände der Galinsoga quadriradiata. Ruderalflur an einer Sandsteinmauer in Wuppertal-Barmen, 155 m, 51° 16' 12 N, 07° 12' 04 O, 23.07.2016 Abb. 4 Gegenständige, eiförmige Laubblätter von Galinsoga quadriradiata. Ruderalflur an einer Sandsteinmauer in Wuppertal-Barmen, 155 m, 51° 16' 12 N, 07° 12' 04 O, 23.07.2016

Abb. 5 Behaarte Stängel von Galinsoga quadriradiata. Ruderalflur an einer Sandsteinmauer in Wuppertal-Barmen, 155 m, 51° 16' 12 N, 07° 12' 04 O, 23.07.2016


Der Gattungsname Galinsoga Ruiz & Pav. L. wurde zu Ehren des Intendanten des Königlichen Gartens in Madrid, Mariano Martinez de Galinsoga (1799–1848), etabliert. Das Epitheton quadriradiata stammt von lat. "quattuor" (= vier), respektive lat. "quatri-" in Zusammensetzungen, und lat. "radiatus" (= strahlig), zu "vierstrahlig", nach den 4–5-zähligen, weißen Strahlenblüten.

Galinsoga quadriradiata dürfte wohl weniger einer beliebte Gartenpflanze sein, da ihr die Konnotation des Unkrauts anhaftet. Am ehesten ist ein Anbau im naturnahen Garten oder der Wildblumenwiese eine Möglichkeit.

Literatur
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Galinsoga quadriradiata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/galinsoga-quadriradiata.html am Tg.Mo.Jahr.

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