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Galium palustre
L.
   synonym: Galium elongatum C. Presl.
                  Galium saturejifolium Trevir.
                  Rubia palustris (L.) Baill.
Sumpf-Labkraut, Rubiaceae - Rötegewächse
Ende Frühsommerblüher, V–VII, 10–100 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Sumpf-Labkraut tritt in Mitteleuropa verbreitet bis gemein auf, lediglich in den Trockengebirgen und dem Jura nur zerstreut. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-sibirisch. Im östlichen Nordamerika ist die Art eingebürgert. Bevorzugt werden Feuchtstandorte wie Nasswiesen, Gräben, Sümpfe und Gewässerufer besiedelt. Es sind immergrüne Pflanzen mit niederliegenden bis aufsteigenden, schlanken, kahlen oder wenig rauhen Stängeln. Die Laubblätter stehen meist zu 4 in Wirteln, sind glattrandig, ohne Stachelspitze, lanzettlich, mittlere bis 35 mm lang. Die Blüten sind 4-spaltig, weiß, bis 5,5 mm im Durchmesser, haben rote Staubblätter und stehen in ziemlich kurzästigen, relativ dichten, walzen- bis kegelförmigen Rispen. Später bilden sich rauhe Früchte.


Abb. 1 Blühende Pflanzen des Galium palustre in einem feuchten Wegrand im Marscheider Wald, Wuppertal, 04.07.2018, 235 m, 51° 15' 10 N, 07° 15' 37 O Abb. 2 Die Stängelblätter des Galium palustre stehen meist zu 4, feuchter Wegrand im Marscheider Wald, Wuppertal, 04.07.2018, 235 m, 51° 15' 10 N, 07° 15' 37 O

Abb. 3 Teilblütenstand des Galium palustre, feuchter Wegrand im Marscheider Wald, Wuppertal, 04.07.2018, 235 m, 51° 15' 10 N, 07° 15' 37 O


Der Gattungsname Galium L. wurde schon in der Antike für das Labkraut genutzt, gr. "galion", allerdings weder mit eindeutigem Benennungsmotiv noch einer klaren Zuordnung, welche Sippen genau neben dem Labkraut in antiken Quellen gemeint waren. Das Epithon hercynicum leitet sich ab von lat. "Hercynia silvia" (= das nördlich der Donau gelegene Waldgebiet), übertragen nach dem Standort der Pflanzen in den Mittelgebirgen gemäßigter Breiten. Gelegentlich wird auch die Schreibweise harcynicum gebraucht. Auf den bevorzugten Standort der S. palustris verweist das Epitheton: lat. "paluster" (= Sumpf-, sumpfig).

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Galium palustre. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/galium-palustre.html am Tg.Mo.Jahr.

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