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Grewia biloba G. Don
  synonym: Grewia biloba var. parviflora (Bunge) Hand.-Mazz.
                 Grewia chanetii H. Lév.
                 Grewia parviflora Bunge
Doppelfrucht-Grewie, Kleinblütiger Sternbusch, Malvaceae - Malvengewächse
Frühsommerblüher, V–VII, 50–200 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Kleinblütige Sternbusch stammt aus Ostasien (China, Korea und Taiwan), wo die Pflanzen in Wäldern, Strauchgesellschaften und an Wegesrändern auf 0–850 m über Meereshöhe wachsen.

Es sind laubabwerfende, reich verzweigende Sträucher mit kahlen oder behaarten jungen Zweige. Die Nebenblätter sind 3–4 mm lang. Die Laubblätter sind wechselständig, eiförmig-rund bis verkehrt-eiförmig-elliptisch, gelegentlich schwach 3-lappig, 4–9 cm lang, 2,5–4 cm breit, randständig gesägt, beidseits behaart, mit 4–8 mm langem, flaumig behaartem Blattstiel. Die Blütenstände sind vielblütige, achselständige Trugdolden mit gelblich-grünen, gestielten Blüten. Später bilden sich 2–4-lappige, erst grün-gelbe, dann orangefarbene, später rote Steinfrüchte.

Die var. parviflora hat dichter behaarte Laubblätter und kleinere Blüten, ist mithin nur marginal unterschiedlich zur Art.

 

Abb. 1 Wechselständige Laubblätter der Grewia biloba var. parviflora in einem Privatgarten, 10.07.2021 Abb. 2 Laubblätter und Sprossachse der Rhamnella franguloides in einem Privatgarten, 10.07.2021

Abb. 3 Gestieltes Laubblatt der Grewia biloba var. parviflora mit gesägtem Rand in einem Privatgarten, 10.07.2021


Der Gattungsname Grewia L. wurde zu Ehren von Nehemiak Grew (1641–1711) etabliert, einem englischen Botaniker, der zur Sexualität von Pflanzen forschte. Das Epitheton biloba stammt von lat. "bi-" (= zweifach) und gr. "lobos" (= Lappen), zu "2-appig", nach den Steinfrüchten.

Grewia biloba var. parviflora ist ein exotischer, ostasiatischer Strauch mit farbenfrohen, dekorativen Früchten im Sommer, die von grün-gelb über orange bis rot variieren. Die Art wird nur selten angebaut, daher gibt es kaum Erfahrungen mit einer Kultur in Mitteleuropa. Die Winterhärte dürfte für Z 8, eventuell auch Z 7 reichen. Ein Standort in der Gehölzpflanzung, sonnig bis halbschattig auf gut durchlässigem Boden wäre empfehlenswert.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Grewia biloba. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/grewia-biloba.html am Tg.Mo.Jahr.

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