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Helichrysum italicum (Roth) D. Don
Italienische Strohblume, Currypflanze, Italienische Immortelle, Asteraceae - Korbblütler
Sommerblüher, V–VIII, 20–60 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Italienische Strohblume stammt aus dem Mittelmeergebiet, wo die Pflanzen in der Garrigue, an den Küsten und Felsstandorten im Inland wachsen. Es sind immergrüne, aromatische Halbsträucher mit grünlich-grauen Laubblättern, die nur wenig filzig sind. Die Laubblätter sind sitzend, linealisch, wechselständig und mit eingerolltem Rand. Die Blütenstände erscheinen an meist unverzweigten Stängel terminal in mehr oder weniger doldenähnlichen Büscheln mehrerer Blütenkörbchen. Die Blütenköpfchen sind zylindrisch oder glockenförmig, 2–4 mm breit, gelb, ohne Strahlenblüten, nur mit Röhrenblüten, unten bedeckt von gelblichen, dachziegelartig angeordneten Hüllblättern.

Helichrysum italicum ssp. microphyllum (Willd.) Nyman (synonym: Helichrysum microphyllum (Willd.) Cambess.) stammt von den mediterranen Inseln und hat deutlich kürzere Laubblätter, im unteren Bereich 0,5–1 cm lang, eine schmalere Blütenhülle bis 2 mm und mit Drüsen besetzte Hüllbätter.


Abb. 1 Alte Blütenstände des Helichrysum italicum ssp. microphyllum am Strand von Costa Rei, Sardinien, 22.10.2016, 3 m, 39° 14' 10 N, 09° 34' 15 O Abb. 2 Niedriger Halbstaruch des Helichrysum italicum ssp. microphyllum am Strand von Costa Rei, Sardinien, 22.10.2016, 3 m, 39° 14' 10 N, 09° 34' 15 O


Der Gattungsname Helichrysum Mill. existierte schon in der Antike und leitet sich wahrscheinlich von gr. "helix" (= Efeu) und gr. "chrysos" (= Gold) ab, wobei ungeklärt bleibt, auf welche Arten sich diese Bezeichnung früher bezog, "Goldranke". Das Epitheton italicum bezieht sich auf den Naturstandort.

Helichrysum italicum ist ein hübscher, immergrüner Bodendecker für sonnige und warme Standorte im Steingarten oder mediterranen Beet. Von der Art gibt es Im Gartenbau zahlreiche Kultivare. Nicht alle sind winterhart, beziehungsweise grenzwertig winterhart. Je nach Region sollte dann auf Kübelhaltung ausgewichen werden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Polunin, O. 2006: Flowers of Greece and the Balkans. – Oxford University Press, Oxford, New York, 592 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Helichrysum italicum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/helichrysum-italicum.html am Tg.Mo.Jahr.

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