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Humulus lupulus L.
Gewöhnlicher Hopfen, Cannabaceae - Hanfgewächse
Sommerblüher, VII–VIII, 2–6 m, sommergrün, mehrjährig

Der Gewöhnliche Hopfen tritt in Mitteleuropa verbreitet bis gemein auf, im Bergland eher selten. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. Bevorzugt siedeln die Pflanzen in feuchten Auen- und Niederungswäldern, Waldrändern und Strauchgesellschaften. Es sind zweihäusige, sommergrüne Windepflanzen mit einer Rübenwurzel und unterirdischen Ausläufern. Die Stängel sind rechtswindend mit ankerförmigen Kletterhakenhaaren. Die Laubblätter sind gegenständig, tief 3–7-spaltig bis ungeteilt, dunkelgrün, rauhaarig, mit Nebenblättern. Weibliche Blütenstände sind eiförnige, ährige Kätzchen. Männliche Blütenstände sind achselständig und rispig.


Abb. 1 Weibliche Fruchtstände des Humulus lupulus, Strauchsaum am Ufer des Rheins bei Düsseldorf-Himmelgeist, 07.09.2009, 31 m, 51° 10' 03 N, 06° 48' 02 O Abb. 2 Laubblätter und Fruchtstände des Humulus lupulus, Strauchsaum am Ufer des Rheins bei Düsseldorf-Himmelgeist, 07.09.2009, 31 m, 51° 10' 03 N, 06° 48' 02 O

Abb. 3 Fruchtender Humulus lupulus, Strauchgesellschaft im Schwarzbachtal bei Ratingen, 06.09.2020, 134 m, 51° 17' 07 N, 06° 56' 23 O Abb. 4 Ungeteiltes, oberes Laubblatt von Humulus lupulus, Strauchgesellschaft im Schwarzbachtal bei Ratingen, 06.09.2020, 134 m, 51° 17' 07 N, 06° 56' 23 O

Abb. 5 Fruchtstände von Humulus lupulus, Strauchgesellschaft im Schwarzbachtal bei Ratingen, 06.09.2020, 134 m, 51° 17' 07 N, 06° 56' 23 O Abb. 6 Fruchtstände von Humulus lupulus am Rheinufer bei Stürzelberg, 19.08.2009, 36 m, 51° 09' 35 N, 06° 51' 06 O


Der Gattungsname Humulus L. ist die Lateinisierung des germanischen Idioms "humli" (= Hopfen). Das Epitheton lupulus leitet sich ab von lat. "lupus" (= Wolf), in seiner Sekundärbedeutung als "Wolfshaken" in Bezug auf die mit Hakenhaaren besetzten Stängel.

Als hübscher Sommerblüher eignet sich der Hopfen durchaus für die Strauchrabatte im Garten oder als Begrünung von Flächen. Ideal ist ein sonniger, nicht zu trockener Standort auf nährstoffreichen Böden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Humulus lupulus. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/humulus-lupulus.html am Tg.Mo.Jahr.

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