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Hypericum pulchrum L.
Schönes Hartheu, Schönes Johanniskraut, Hypericaceae - Hartheugewächse
Sommerblüher, VI–IX, 30–60 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Schöne Johanniskraut ist in Mitteleuropa verbreitet bis zerstreut, wird Richtung Osten selten oder fehlt ganz. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt werden Eichenwälder, Waldsäume oder Besenginstergesellschaften besiedelt.

Es sind aufrecht wachsende Pflanzen mit stielrundem, kahlem Stängel. Die Laubblätter sind bis 2–6 cm lang, kurz behaart, breit eiförmig und am Rand ohne Drüsenpunkte. Der Blütenstand ist fast kopfig mit zahlreichend gelben Blüten. Die Kronblätter sind 1 cm lang mit randständigen Drüsen. Die Kelchblätter sind grün, 5–6 mm lang, lanzettlich, spitz und haben ebenfalls typischerweise randständige, gestielte Drüsen, die einer schwarzen Zähnelung ähneln. Später bilden sich vielsamige Kapseln.

Abb. 1 Hypericum pulchrum an einem thermophiilen Waldrand im Oberfeldbachtal, Remscheid, 10.06.2017, 295 m, 51° 10' 33 N, 07° 16' 56 O Abb. 2 Blüten von Hypericum pulchrum mit an den Kelchen sichtbarer Pseudozähnelung. Thermophiiler Waldrand im Oberfeldbachtal, Remscheid, 10.06.2017, 295 m, 51° 10' 33 N, 07° 16' 56 O

Abb. 3 Laubblätter des Hypericum pulchrum, thermophiiler Waldrand im Oberfeldbachtal, Remscheid, 10.06.2017, 295 m, 51° 10' 33 N, 07° 16' 56 O Abb. 4 Blütenstand von Hypericum pulchrum an einem thermophiilen Waldrand im Oberfeldbachtal, Remscheid, 10.06.2017, 295 m, 51° 10' 33 N, 07° 16' 56 O

Abb. 5 Die Kelchblätter des Hypericum pulchrum weisen randständig schwarze Drüsen auf, die einer Zähnelung ähneln, Waldweg bei Ennepetal-Paddenöde, 25.06.2017, 277 m, 51° 16' 32 N, 07° 24' 42 O Abb. 4 Kelch- und Kronblätter des Hypericum pulchrum haben randständig schwarze Drüsen, Waldweg bei Ennepetal-Paddenöde, 25.06.2017, 277 m, 51° 16' 32 N, 07° 24' 42 O


Der Gattungsname Hypericum L. stammt von gr. "hypereikon" (= Johanniskraut, eine Pflanzensippe mit heidekrautähnlichen Blättern), wobei das genaue Benennungsmotiv nicht eindeutig ist. Nach den Morphenen gr. "hypo" (= unter) und gr. "ereike" (= Heidekraut) scheint eine pflanzensoziologische Interpretation als die wahrscheinlichste: Unter Heide lebend, was auch dem Habitat der Art entspräche. Das Art-Epitheton pulchrum leitet sich ab von lat. "pulcher" (= schön), nach dem Habitus der Pflanzen.

Als Gartenpflanze wird Hypericum pulchrum nur selten angebaut.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Hypericum pulchrum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/hypericum-pulchrum.html am Tg.Mo.Jahr.

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