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Iris confusa Sealy
Bambus-Iris, Iridaceae - Irisgewächse (Schwertliliengewächse)
Frühlingblüher, IV–VII, 50–120 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Bambus-Iris stammt aus dem Südwesten Chinas, wo die Pflanzen im Grasland, an Waldrändern, Strauchgesellschaften oder entlang von Wasserläufen in Höhen von 1.600–2.400 m über NN wachsen. Es sind immergrüne Pflanzen mit einem kriechenden Rhizom, auf dem aufrechte, abgeflachte, bis 120 cm hohe Stängel entspringen, auf denen sich prominente Narben abgefallener Blattscheiden befinden. Die Laubblätter sind fächerförmig zu mehreren am Ende des Stängels und sind gelblich-grün, schwertförmig, bis 80 cm lang und 6 cm breit. Die Blüten sind blass blau oder weißlich, bis 5,5 cm im Durchmesser und haben einen bis 2 cm langen Stiel; sie ähneln denen der Japan-Iris, Iris japonica Thunb., sehr stark. Bis zum Sommer bilden sich elliptische Kapselfrüchte, die dunkelbraune Samen enthalten.

Die Sorte 'Martyn Rix' ist eine gärtnerische Auslese, bei der es sich womöglich um eine Hybride mit der ähnlichen Japan-Iris, Iris japonica, handelt. Sie hat hellblaue Blüten, bildet einen kürzeren Stamm als die Art, hat etwas breitere Laubblätter und blüht im Mai und Juni.

Abb. 1 Die Stängel der Iris confusa können gut und gerne über 1 m hoch werden und bieten mit ihrem terminalen Blattfächer ein exotisches Ambiente. Privatgarten in Rheinstetten, 19.03.2017 Abb. 2 Blüte der Iris confusa mit blassblauen bis hell rötlich-blauen Blütenblättern, Privatgarten, 16.05.2017

Abb. 3 Die Blüten von Iris confusa stehen in einer terminalen Traube, Privatgarten, 16.05.2017


Der Gattungsname Iris L. geht auf gr. "iris" (= Regenbogen) zurück und verweist auf die farbenreichen Blüten der Arten der Gattung. Auch in der Medizin wird die Regenbogenhaut des Auges Iris genannt. Das Epitheton confusa stammt von lat. "confusus" (= durcheinander gebracht), womöglich nach der ungewöhnlichen, "verwirrenden" Ähnlichkeit mit Pflanzen der Bambusoidae.

Mit Iris confusa gibt es eine bis Z 7b winterharte, immergrüne Iris, die durch ihre exotische Architektur besticht. Am Ende langer, bambusartiger Stängel findet sich ein fächerartiger Blattschopf und ein prächtiger, mit hellblauen Einzelblüten besetzter Blütenstand. Die Pflanzen können sowohl im lichten Schatten als auch sonnig gedeihen. Der Boden sollte nicht allzu trocken sein, ansonsten sind die Ansprüche sehr gering.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Iris confusa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/iris-confusa.html am Tg.Mo.Jahr.

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