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Laurus nobilis L.
Gewürzlorbeer, Lauraceae - Lorbeergewächse
Frühlingblüher, III–V, 2–20 m hoch, immergrün, mehrjährig

Der Gewürzlorbeer îst ein Strauch oder Baum aus dem Mittelmeergebiet, wo die Pflanzen in schattigen, feuchten Wäldern wachsen. Er wird häufig als Zier- und Gewürzbaum angebaut. Die Pflanzen sind immergrün, zweihäusig und haben einen würzigen Geruch. Die Borke ist glatt und hellgrau. Die Laubblätter sind dunkelgrün, länglich-lanzettlich, ledrig und an den Rändern gewellt. Die Blüten sind unscheinbar, gelblich, hellbraun, mit 4-blättriger Blütenhülle, die am Grund verwachsen ist. Sie erscheinen zu 4–6 in achselständigen Büscheln. Später bilden sich fleischige, anfangs grüne, dann schwarze, olivenförmige, bis 2 cm lange Früchte.


Abb. 1 Kleiner Baum der Laurus nobilis an der Stadtmauer von Split, Kroatien, 19.10.2012 Abb. 2 Typischer Standort der Laurus nobilis in einem feucht-kühlen Laubmilchwald bei Sintra, Portugal, 21.10.2009, 302 m, 38° 46' 24 N, 09° 28' 03 W

Abb. 3 Frostschäden an den Laubblättern einer Laurus nobilis im Botanischen Garten Freiburg, 04.04.2010 Abb. 4 Reife, schwarze und unreife, grüne Früchte der Laurus nobilis in einem Hartlaubwald nahe Miramar auf Mallorca, 28.09.2007, 395 m, 39° 44' 11 N, 02° 36' 57 O

Abb. 5 Glatte, hellgraue Borke einer Laurus nobilis im Kloster Lluc auf Mallorca, 28.09.2007 Abb. 6 Länglich-lanzettliche Laubblätter von Laurus nobilis mit gewelltem Rand, Privatgarten in Perpignan, Südfrankreich, 14.10.2005

Abb. 7 Blüten der Laurus nobilis in einem Privatgarten in Boskoop, Niederlande, 13.05.2017 Abb. 8 Blüten von Laurus nobilis im Parco della Caffarella in Rom, 18.04.2017, 22 m, 41° 52' 08 N, 12° 30' 50 O


Der Gattungsname Laurus L. stammt von lat. "laurus" (= Lorbeerbaum), dem Siegeszeichen der Triumphatoren in der Antike. Das Epitheton nobilis leitet sich ab von lat. "nobilis" (= edel), nach der prachtcollen Erscheinung des Baumes, beziehungsweise der Widmung der Sieger als Triumphsymbol.

Von Laurus nobilis gibt es nur wenig erfolgreiche Erfahrungen mit einem Anbau in Mitteleuropa. Die Art ist sicherlich an der Grenze ihrer Winterhärte in unserem Klima und allernfalls in sehr geschützten Lagen der Z 8a grenzwertig winterhart. An allen anderen Standorten sind Lorbeerbäume nicht winterhart. Ideal ist ein warmer, sonniger und geschützter Standort, am besten ohne Wintersonne. Die Ansprüche an den Boden sind gering und wahrscheinlich sind karge, kalkreiche Böden besser für gutes Gedeihen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Laurus nobilis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/laurus-nobilis.html am Tg.Mo.Jahr.

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