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Ligustrum vulgare L.
Gewöhnlicher Liguster, Rainweide, Oleaceae - Ölbaumgewächse
Sommerblüher, VI–VII, 50–500 cm hoch, (halb-)immergrün, mehrjährig

Der Gewöhnliche Liguster tritt in Mitteleuropa verbreitet in der Mitte und im Süden auf, ist im Norden und Richtung Osten eher zerstreut. Bevorzugt werden Strauchgesellschaften und lichte Wälder, gerne auf Kalk besiedelt. Da er oft als Heckenpflanze gesetzt wird, finden sich immer wieder siedlungsnahe Verwilderungen im nicht ursprünglichen Verbreitungsgebiet. Die Pflanzen wachsen aufrecht als Strauch, selten als kleiner Baum, treiben Ausläufer und sind reich verzweigt. Junge Zweige sind kahl oder nur wenig zur Spitze hin behaart. Die Laubblätter sind länglich-lanzettlich bis lanzettlich, 3–6 cm lang, kahl, kurz gestielt, dunkelgrün, zum Herbst hin oft rötlich oder violett. Während milder Winter bleiben die Pflanzen immergrün. Die Blütenstände sind endständige Rispen, 6–8 cm lang, mit weißen, duftenden Blüten. Später bilden sich schwarze, glänzende und rundliche Früchte.


Abb. 1 Fruchttragende Sprossachsen des Ligustrum vulgare in der Macchie am Vidova Gora auf der Insel Brac, Kroatien, 13.10.2012, 697 m, 43° 17' 35 N, 16° 37' 30 O Abb. 2 Spontan aufgekommender Strauch des Ligustrum vulgare in einer Strauchgesellschaft am Rheinufer bei Düsseldorf-Himmelgeist, 05.09.2009, 73 m, 51° 10' 20 N, 06° 48' 03 O

Abb. 3 Schwarze Früchte des Ligustrum vulgare in einem Strauchsaum der Weinberge der Landskrone bei Heppingen im Ahrtal, 29.10.2016, 164 m, 50° 33' 00 N 07° 10' 15 O Abb. 4 Strauch des Limonium vulgare in einem thermophilen auf dem Hundsheimer berg bei Bad Deutsch-Altenburg, Österreich, 21.09.2009, 302 m, 48° 07' 48 N, 16° 55' 32 O


Der Gattungsname Ligustrum L. leitet sich ab von lat. "ligare" (= binden), zu lat. "ligustrum", nach den biegsamen Zweigen die zurm Körbeflechten genutzt wurden. Das Epitheton vulgare stammt von lat. "vulgaris" (= allgemein bekannt, gewöhnlich).

Der Gewöhnliche Liguster ist eine häufig als Form- oder Heckenpflanze angebaut Art.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Ligustrum vulgare. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ligustrum-vulgare.html am Tg.Mo.Jahr.

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